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Ergebnisse Runde 5: GM Topalov, Veselin vs GM Caruana, Fabiano [0-1] GM Aronian, Levon vs GM Grischuk, Alexander [1/2-1/2] GM Nakamura, Hikaru vs GM Giri, Anish [1/2-1/2] GM Carlsen, Magnus vs GM So, Wesley [1-0] GM Anand, Viswanathan vs GM Vachier-Lagrave, Maxime [1/2-1/2] +++ Ergebnisse Runde 5: GM Topalov, Veselin vs GM Caruana, Fabiano [0-1] GM Aronian, Levon vs GM Grischuk, Alexander [1/2-1/2] GM Nakamura, Hikaru vs GM Giri, Anish [1/2-1/2] GM Carlsen, Magnus vs GM So, Wesley [1-0] GM Anand, Viswanathan vs GM Vachier-Lagrave, Maxime [1/2-1/2] +++

Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

kerstenDass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen.

 

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Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke konnten wir in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai 2014 die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“(Foto) gestartet, die jetzt schon zum 65. Mal zum Wochenende veröffentlicht wird [ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten!

 

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Filiz Osmanodja und Matthias Blübaum tragen die deutschen Hoffnungen bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Chanty Mansijsk – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE

 

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Filiz Osmanodja (Foto: Georgios Souleidis)

Zugegebenermaßen: Das „Endlich“ in meiner fragenden Schlagzeile signalisiert, dass der hoffnungsvolle deutsche Schachnachwuchs – die Altersklasse U20 würde ich ganz sicherlich noch dazu zählen – wohl wieder mit einem Podestplatz dran wäre. Und wenn nicht, dann wäre zumindest wie bei den olympischen Sportarten, wo eine Finalplatzierung über die Sportförderung entscheidet, ein achter Rang bei den diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften im russischen Chanty Mansijsk [1. bis 16. September] von enorm wichtiger Bedeutung. Die Höhe der finanziellen Unterstützung der Sportart Schach durch das Bundesministerium des Inneren ist nämlich kein Selbstläufer mehr, sondern an vorzeigbare Erfolge bei internationalen Titelkämpfen gebunden.

 

Nun also sind unsere Junioren dran, bei denen Filiz Osmanodja [7. März 1996] und Matthias Blübaum [18. April 1997] die deutschen Hoffnungen tragen.

 

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Ein Bericht vom vierten Dresdner Schachlegendentreffen von RAYMUND STOLZE

 

Ich hasse Abschiede, und doch lassen sie sich nicht vermeiden, auch nicht beim Treffen der Schachlegenden in Dresden, dass alljährlich im August dank des großzügigen Sponsorings des erfolgreichen Immobilien-Unternehmers Dr. Rainer M18aas stattfindet.

 

Warum nacht er das? Nun, diesen Mann zeichnet nicht nur eine große Liebe zum Schachspiel aus [mit Begeisterung trainiert er in Dresden bei Wolfgang Uhlmann und in Wien bei Andreas Dückstein], sondern es ist sein Respekt und die Verehrung der großen Meister des „goldenen Zeitalters des Schachs“, wie Maas es selbst formuliert, „die in der Schachwelt immer noch einen ganz besonderen Klang haben …“

 

Das Besondere dieses einzigartigen „Gipfeltreffens“ der lebenden Schachlegenden – und da stellt sich bei mir stets Wehmut ein – ist die Tatsache, dass auf Grund des fortgeschrittenen Alters der Schach-Nestoren „eine Wiederholung in der jeweiligen Konstellation kaum möglich ist. Damit erhält der PEGASUS CHESS SUMMIT die Erinnerung an Sternstunden des internationalen Schachspiels für die nachfolgenden Generationen lebendig“, so Dr. Rainer Maas.

 

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Fortsetzung der Chess Tour in St. Louis

 

2015 Sinquefield Cup SlideSonntag beginnt die dritte Auflage des Sinquefield Cups, was soll ich dazu schreiben? Man kann natürlich einige Sätze oder auch Absätze dafür ver(sch)wenden, wie toll, toll und nochmals toll dieses Turnier ist – das machen zum Teil andere, Jubelarien sind nicht mein Stil. Wer sich vor allem für Elo interessiert und eher nebenbei, da es nun einmal miteinander zu tun hat, auch für Schach, der kommt nach einer gewissen Durststrecke wieder auf seine Kosten. (Wer sich generell für Schach interessiert, der Schachticker und auch andere Quellen haben auch die letzten Wochen über diverse Turniere berichtet).

 

Die Teilnehmer setze ich eigentlich als bekannt voraus und erwähne sie trotzdem. In alphabetischer Reihenfolge: Anand, Aronian, Carlsen, Caruana, Giri, Grischuk, Nakamura, Topalov, So, Vachier-Lagrave bzw. (durcheinander gewürfelt) Alexander, Anish, Fabiano, Hikaru, Levon, Magnus, Maxime, Veselin, Vishy und Wesley. Ist Fabiano Caruana Favorit, da er in beiden Kategorien in der vorderen Hälfte landet? Hat Wesley So auch diesmal in St. Louis schlechte Karten? Prognosen sind Schall und Rauch, ein bisschen spekuliere ich trotzdem:

 

TurnierseiteLIVETermine

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Meine Erfahrungen mit dem Southport Chessclub von JULIA MARIE MÄTZKOW, Eberswalde

 

JULIA MARIE MÄTZKOW

JULIA MARIE MÄTZKOW

Ich war ein Jahr in England.   Genau vom 28. August des vergangenen Jahres bis 12. Juni. Was? Das gehört hier doch nicht her! Aber das ist kein normaler Reisebericht …

 

Als meine Eltern mich in den Herbstferien im Oktober in Southport bei Liverpool besuchten, wollte sich mein Bruder unbedingt den örtlichen Schachclub ansehen. Trotz kleiner Sprachbarrieren, konnten sie sich irgendwie verständigen, und Max hat sie sofort verzaubert, sodass sie ihn abwerben wollten …

 

Zum nächsten Training des Southport Chessclub bin ich dann alleine hingegangen und habe mir große Sorgen gemacht, dass ich vielleicht unerwünscht sein könnte… Kurz vor dem Vereinstreffen bin ich dann auch noch in den falschen Bus gestiegen und konnte den Club erst nicht finden. Aber nach zweistündiger Suche hatte ich endlich Erfolg. Leicht verschüchtert kam ich in diesem großen Saal an. Doch schon an der Eingangstür wurde ich von den Mitgliedern freundlich empfangen. Sie haben mir den Vereinsvorsitzenden vorgestellt und dieser konnte sich an meinen Bruder erinnern und hoffte nun auf genauso viel Talent. Das war aber leider falsch gedacht. Er meinte dann, dass ich gegen diesen oder jeden Schachfreund spielen sollte, und ich schlug mich gar nicht so schlecht, wie ich anfangs noch angenommen hatte.

 

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+++ Christian und Almira sind neue Landesmeister in Frankreich+++ Der Sieg beim Jungmasters U16 in Apolda geht nach Tschechien +++ Markus Ragger unterliegt in einem Match ehrenvoll 2,5:3,5 gegen Schachrijar Mamedjarow +++

 

Almira Skripchenko

Almira Skripchenko

SAINT-QUENTIN. Mal ehrlich gefragt: Wissen Sie, welche aktuellen Landesmeister in den deutschen Bundesliga-Klubs in der Saison 2015/16 spielen werden? Also mir fällt zumindest ein Quartett ein: Da wäre Anish Giri, der am Spitzenbrett der SG Solingen gemeldet ist und kürzlich in Amsterdam das niederländische Championat gewann. Mit Jewgeni Tomaschewski hat der SV 1930 Hockenheim den aktuellen russischen Landesmeister verpflichtet. Für den SC Hansa Dortmund wird der 16-jährige Aryan Tari „auflaufen“, der jüngst in Norwegen zu Titelehren kam. Daniel Friedman vom SV Mühlheim kann im Dezember als Titelverteidiger in Saarbrücken seine vierte Deutsche Einzelmeisterschaft ins Visier nehmen.  Und schließlich hatte man beim Hamburger SK ein „goldenes Händchen“ mit einem Neuling, der gerade in Saint-Qentin die französische Landesmeister-Weihe erhielt. Es ist Christian Bauer [11. Januar 1977], der nach 1996 und 2012 bei den 90. Französischen Landesmeisterschaften zum dritten Mal auf dem obersten Treppchen stand. Nach elf Runden musste er der 37-jährige Großmeister allerdings gegen den mit 7,5/11 punktgleichen Tigran Gharamian in einen Stichkampf, den der Neu-Hamburger Bauer [ https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Bauer_%28Schachspieler%29 ] dann mit 1,5:0,5 für sich entschied. Favorit Etinne Bacrot wurde Dritter. Bei den Frauen setzte sich in dem ebenfalls elfrundigen Turnier „jeder gegen jeden“ Almira Skripchenko mit 9/11 durch. Entscheidend war, dass die Europameisterin von 2001 das direkte Duell gegen die Zweitplatzierte Nino Maisuradze [8,5/11] in Runde 8 gewann. Die neue Landesmeisterin ist übrigens hierzulande immer noch als Schachfiguren jonglierendes „Covergirl“ des SV Werder Bremen bekannt. Mit diesem Verein gewann Almira 2005 die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

 

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Erster German Master ist Daniel Fridman, israelischer GM Michael Roiz siegt beim ZMDI Open – Vom 24. Dresdner Schachsommer berichtet für den Schach-Ticker RALF MULDE

 

Daniel Fridman

Daniel Fridman

Es ist tatsächlich so: Immer im August ist Dresden zumindest die deutsche Schachhauptstadt. Und das war auch diesmal bei der 24. Auflage des Schachsommers [15.-23. August] nicht anders. Das Angebot an Turnieren reichte dabei von der Premiere des UKA German Masters für die besten deutschen Schachspieler mit dem attraktiven Challenge-Rapid-Wettbewerb als Qualifikationschance für ein Trio über das ZMDI Open in drei Gruppen bis hin zum Schachlegendentreffen [dazu wird es noch einen Extrabeitrag geben].

 

Was das ZMDI Open angeht, so spielten 236 Teilnehmer, darunter 22 weibliche Schachsportlerinnen, in Dresden heiß umkämpfte neun Runden bei im Durchschnitt 27°C Außentemperatur. Daraus ergaben sich 1.062 Partien, was bei einer geschätzten Partielänge von beiderseits je 40 Zügen insgesamt 83.960 Züge ausmacht. Nun ja, unterstellt man in nur jedem zwanzigsten Zug einen Patzer, ergibt sich … um Gottes Willen!

 

Der älteste Open-Teilnehmer war Christoph Helbig aus Altenberg, Jahrgang 1933, der jüngste, der Dresdner Dai Phan Tron, wurde 2007 geboren. Rund 10 Prozent Damen nahmen teil und es wurden möglicherweise insgesamt 2.465 Tassen Kaffee getrunken …

 

Unter diesen knallharten und durch das wunderbare Wyndham Dresden Hotel doch komfortablen Bedingungen entspannten sich in allen drei Open-Gruppen und im German Masters spannende Partien. „Natürlich gab es auch hier und da ein Kurz-Remis“, sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, „aber jeder braucht mal eine kurze Pause.“ Und manchmal zwingt eben auch der aktuelle Tabellenstand zu außergewöhnlichen Maßnahmen.

 

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GM Gerhard Schebler lebt glücklich und zufrieden in Tailand – Interview mit einem Großmeister den es nach Thailand verschlagen hat

 

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Wer nicht sucht, kann auch nicht finden

Gerhard Schebler spielt seit seinem 12. Lebensjahr Schach. Er erhielt vom Weltschachbund FIDE den Titel Internationaler Meister im Jahr 1995 verliehen, seit November 2004 trägt er den Titel Großmeister (GM). Die GM-Normen erfüllte er in den Saisons 2001/02 und 2002/03 der niederländischen Meesterklasse sowie im Juli 2004 beim A-Skanska Open in Pardubice. Schebler ist ein professioneller Spieler und außerdem als Trainer aktiv.

 

In der deutschen Schachbundesliga spielte Schebler von 1995 bis 1997 für den PSV/BSV Wuppertal und von 2004 bis 2011 für den SV Mülheim-Nord, dessen Mitglied er von 1998 bis 2011 war. Mit Mülheim nahm er auch am European Club Cup 2008 teil. In der niederländischen Meesterklasse spielte er von 1998 bis 2005 für den Enscheder Verein ESGOO, in den Saisons 2008/09 und 2010/11 für die Schaakvereniging Voerendaal. In Belgien spielte er für den KSK 47 Eynatten, mit dem er 2005, 2006, 2010 und 2011 belgischer Mannschaftsmeister wurde und dreimal am European Club Cup teilnahm, in Luxemburg für De Sprénger Echternach, mit dem er 2006 Meister wurde.

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Hallo Gerhard. In den Jahren als im Ruhrgebiet an jedem Wochenende ein Schnellschachturnier veranstaltet wurde, war Gerhard Schebler dabei. Auch in der Bundesliga hast du für den SV Mülheim-Nord gespielt. Durch Zufall sah ich auf Facebook, dass dich deine Wege nach Thailand geführt haben. Wieso das?

 

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Boris Gruzmann und  Mira Kierzek gewinnen die Titel – Abschlussbericht von BRUNO MÜLLER-CLOSTERMANN

 

Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften  in Magdeburg (15.-23.8.2015) wurden in der letzten Runde die beiden führenden Berthold Bartsch und Peter Rahls (beide 7 Punkte) doch noch von den  direkten Verfolgern Jefim Rotstein und Boris Gruzmann (beide 6,5 Punkte) abgefangen.

Jefim Rotstein (2-mal "Vizemeister"), Boris Gruzmann (Senioren- und Nestorenmeister!), Mira Kierzek (Seniorenmeisterin)

Jefim Rotstein (2-facher „Vizemeister“), Boris Gruzmann (Senioren- und Nestorenmeister!) und Mira Kierzek (Seniorenmeisterin)

Im direkten Vergleich mit Rotstein erreichte Bartsch ein deutlich besser stehendes Dame-Turm-Endspiel, um dann zuerst einen Bauern einzustellen und anschließend die immer noch ausgeglichen stehende Partie sogar noch zu verlieren. Sehr ärgerlich für Berthold Bartsch, da ihm ein Remis  zum sicheren Titelgewinn gereicht hätte! Auch Peter Rahls als Tabellenzweiter verlor seine Partie gegen Boris Gruzmann, so dass die Tabellenspitze nach der 9. und letzten Runde gedreht war: Gruzmann und Rotstein (beide 7,5 Punkte) vor Bartsch und Rahls (beide immer noch 7 Punkte). Durch die bessere Sekundärwertung wird Boris Gruzmann sowohl „Deutscher Seniorenmeister“ als auch  „Deutscher Nestorenmeister“ vor Jefim Rotstein, der sich „zweifacher Vize-Meister“ nennen darf!?

 

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„Jahrhundert-Partie“: Navara auf den 64 Feldern ein Draufgänger – Von Hartmut Metz

 

Navara – Wojtaszek: Weiß steht am Abgrund, weicht jedoch (erfolgreich) Remisvarianten aus

Navara – Wojtaszek: Weiß steht am Abgrund, weicht jedoch (erfolgreich) Remisvarianten aus

Das Turnier in Biel hat einmal mehr gezeigt: Um dem Publikum spannendes Schach zu bieten, bedarf es nicht einer kompletten Ansammlung der Top-Ten-Spieler. Sie neutralisieren sich oft, viele Unentschieden sind die Folge. Die gab es in metzder Schweiz zwar auch – aber ebenso eine Fülle von spektakulären Partien! Ein Garant dafür ist Richard Rapport. Der Ungar bezahlte einmal mehr die Zeche für sein unterhaltsames Spiel und wurde Letzter mit nur zwei Punkten aus zehn Runden. Mit 6,5 Zählern setzte sich der Franzose Maxime Vachier-Lagrave durch. Auf den Plätzen folgten die beiden Baden-Badener Bundesligaspieler Radoslaw Wojtaszek (6) und Michael Adams sowie David Navara (je 5,5). Der Ukrainer Pawel Eljanow (4,5) schnitt neben Rapport als einziger Teilnehmer mit einer negativen Bilanz ab. Der Held der Fans war in Biel Navara.

 

Der äußerst bescheidene Tscheche ist im Leben mehr als zurückhaltend und – völlig konträr dazu – auf den 64 Feldern ein wagemutiger Draufgänger. Dies bewies der 30-Jährige einmal mehr in der vierten Runde: Gegen den Polen Wojtaszek ließ Navara furchtlos seinen weißen König übers Brett treiben, bis er auf der gegnerischen Grundreihe ein sicheres Plätzchen fand! Dort wurde Ihro Majestät nicht matt und führte das weiße Heer zum Sieg. Die Kunde von einer „Jahrhundert-Partie“ machte ob des spektakulären Königs-Marschs die Runde. Kommentatoren stellten Vergleiche mit einem Erfolg des Engländers Nigel Short an, der mit seinem König einst ähnlich nach vorne stürmte, um von h6 aus dem feindlichen Monarchen den Todesstoß zu versetzen. Der Holländer Jan Timman konnte dies 1991 in Tilburg nicht verhindern. Wojtaszek hätte immerhin ein Remis erzwingen können. Nachstehend das spektakuläre Duell… Mehr

Erlebt und berichtet von GM Gerry Hertneck

 

GM Gerry Hertneck

GM Gerry Hertneck

Abschlussbericht von GM Gerry Hertneck

Wieder einmal pilgerten im August viele hundert Schächer nach Wien, um ihrem Hobby und ihrer Leidenschaft zu frönen. Sagte ich viele? Hunderte oder gar Tausende die gen Wien reisten, um an einem der größten Schachturniere der Welt teilzunehmen? Nun ja, tausend waren es nicht, aber doch fanden erstmals über 800 Spieler in den geräumigen Hallen (und verschiedenen Spielsälen) des Rathauses Platz. Und verhielfen so dem seit Jahren bewährten Konzept des Wiener Schachverbands unter Leitung von Johann Pöcksteiner erneut zum Erfolg. Ein Konzept, das sich dadurch auszeichnet, dass es den zweifellos schönsten Turniersaal der Welt (eben den Prunksaal des Rathauses) verbunden mit einer perfekten Organisation – (allein die Schiedsrichterbetreuung ist einmalig, was ich hier schon mehrfach erlebt habe). Während es wohl in kaum einer anderen Stadt denkbar wäre, dass die geheiligten Hallen das Rathauses über ganze neun Tage in Folge durch eine Meute von Schachspielern okkupiert wird, so macht dies die Wiener Toleranz möglich.

 

Doch auch das damit verlivebundene wirtschaftliche Konzept dürfte aufgehen: eine Überschlagsechnung ergibt, dass allein im A-Turnier rund 30.000 Euro an Einnahmen aus Startegeldern erzielt worden sein dürften, und rechnet man noch einmal 20.000 Euro aus den restlichen Gruppen B bis D hinzu, dürften die Preisgelder und Organisationskosten voll abgedeckt sein. Den eigentlichen Wirtschaftsfaktor stellen aber natürlich die Zusatzeinnahmen aus Übernachtungen und Aufenthaltskosten der angereisten Spieler dar. Wenn jeder Schachtourist im Schnitt nur 500 Euro in der Kulturstadt Wien lässt, und 500 der über 800 Teilnehmer von auswärts kommen und hier übernachten, kann man sich leicht ausrechnen, dass dies zu einem Mehrumsatz von etwa 250.000 Euro in nur 9 Tagen führt, und diese Zahl dürfte noch konservativ geschätzt sein, denn wenn man ein bisschen mehr Luxus wählt, dann sind auch schnell 1.000 Euro als Kostenblock drin.

 

TurnierseiteErgebnisseAusschreibung

 

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Negi’s Powerplay – Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

Video Nr. 59: Negi’s Powerplay

Video Nr. 59: Negi’s Powerplay

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie an einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet der 23-Jährige nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Drei seiner kreativen Ideen können die Schach-Ticker-Besucher nutzen: Es sind die Trainingsserien Let’s blitz – GM-Special, Let’s rapid und Unglaubliche Züge, deren inzwischen 59. Folge wir heute veröffentlichen.

 

Heute zeigt Niclas einen unglaublichen Zug, der nicht leicht zu entdecken ist. In der Begegnung Parimarjan Negi vs. Baskaran Adhiban hat der Weißspieler einen bedrohlichen Angriff aufgebaut. Aber noch hält Schwarz mit seinen Figuren dagegen und ist drauf und dran, sich zu konsolidieren. Da bedarf es schon genialer Angriffsführung von Negi, um die gegnerische Verteidigung zu durchbrechen. Versuchen Sie, die Lösung zu finden!

 

Niclas hat für Sie eine Checkliste – wir können sie auch „Goldene Regeln“ nennen – vorbereitet. Die wird Ihnen sowohl bei seiner Serie „Unglaubliche Züge“ als auch in der eigenen schachlichen Praxis schneller helfen, den richtigen Zug zu finden!

 

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Shirov, Aleksei GM

Shirov, Aleksei GM

Stark besetztes Open und viele andere Aktivitäten – Ein Schachfestival der Extraklasse

 

Auszug aus der Teilnehmerliste:

1 Inarkiev, Ernesto GM 2742 RUS 2 Rublevsky, Sergei GM 2718 RUS 3 Fedoseev, Vladimir GM 2717 RUS 4 Ponkratov, Pavel GM 2672 RUS 5 Grachev, Boris GM 2645 RUS 6 Shirov, Aleksei GM 2643 LAT 7 Aleksandrov, Aleksej GM 2554 BLR 8 Lugovskoy, Maxim IM 2498 RUS 9 Bublei, Pavel FM 2458 RUS 10 Khusenkhojaev, Muhammad IM 2431 TJK 11 Pustovoitova, Daria FM 2428 RUS 12 Zakhrtsov, Vladimir IM 2419 RUS 13 Ubiennykh, Ekaterina WIM 2413 RUS 14 Pankov, German IM 2404 RUS 15 Babikov, Ivan FM 2340 RUS 16 Chizhikov, Vladislav   2327 RUS 17 Strutinskaia, Galina WGM 2297 RUS 18 Duzhakov, Ilya FM 2287 RUS 19 Nazaretyan, Tigran   2284 RUS 20 Petrov, Nikita IM 2274 RUS …

 

TurnierseiteLIVE

 

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10-jähriger sorgt für Aufsehen. FM Nodirbek Abdusattorov aus Usbekistan im Blickpunkt

 

FM Nodirbek Abdusattorov

FM Nodirbek Abdusattorov

Das Abu Dhabi Schachfestival und insgesamt 250.000 US-Dollar Preisgeld weckte bei zahlreichen Titelträgern Begehrlichkeiten. Mit über 500 Teilnehmern wird eine Rekordmarke geknackt. Das Festival beginnt am Sonntag dliveen 23. und geht bis zum 31.August. Das Schachevent besteht u. a. aus einem Masters-Turnier, einem Open mit Elo-Begrenzung (Elo 2000) und einem U16 Wettbewerb. Alle Augen sind gerichtet auf den 10-jährigen Wunderknaben Nodirbek Abdusattorov  aus Usbekistan, der mit seiner Elozahl von 2432 einsam die Weltrangliste in seiner Klasse (U12) anführt und so manchen Großmeister in der Vergangenheit geärgert hat. Der Engländer David Howell führt mit 2712 Elo die Teilnehmerliste im Masters an. Gefolgt von Igor Kovalenko aus Lettland (Elo 2702).

 

Auszug aus der vorläufigen Teilnehmerliste:

 

1 GM Howell David W L ENG 2712 2 GM Kovalenko Igor LAT 2702 3 GM Almasi Zoltan HUN 2700 4 GM Kryvoruchko Yuriy UKR 2697 5 GM Rapport Richard HUN 2671 6 GM Jobava Baadur GEO 2664 7 GM Sjugirov Sanan RUS 2664 8 GM Areshchenko Alexander UKR 2661 9 GM Shankland Samuel L USA 2655 10 GM Akopian Vladimir ARM 2647 11 GM Jones Gawain C B ENG 2647 12 GM Vidit Santosh Gujrathi IND 2644 13 GM Amin Bassem EGY 2640 14 GM Kuzubov Yuriy UKR 2638 15 GM Grandelius Nils SWE 2628 16 GM Iturrizaga Bonelli Eduardo VEN 2625 17 GM Guseinov Gadir AZE 2624 18 GM Vovk Yuri UKR 2624 19 GM Petrosian Tigran L. ARM 2623 20 GM Rakhmanov Aleksandr RUS 2620

 

TurnierseiteLIVETeilnehmer - MastersZeitplan In Abu Dhabi ist es 2 Stunden später als in Deutschland

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

DSB-A-Trainer Uwe Kersten

DSB-A-Trainer Uwe Kersten

Dass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen. billionphotos-1209956_128x128

Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke konnten wir in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai 2014 die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“ (Foto) gestartet, die jetzt schon zum 69. Mal zum Wochenende veröffentlicht wird
[ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten! Die Lösung der aktuellen Aufgabe gibt es immer eine Woche später mit dem neuen Test.

 

Mit UWE KERSTEN [Jahrgang 1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise Schachprinz Dennis Wagner, der bereits Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei. Uwe Kersten betreut dabei zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke. Dann kombinieren Sie mal schön mit Uwe!

 

Hier ist nun die 69. Kombiecke!

[Quelle: Kombiecke von JugendSchach 07/2015, Seiten 29/30]

Und ein kurzer Ausflug nach Frankreich und Spanien

 

Im Zwischenbericht hTomashevsky+Goryachkinaatte ich bereits beschrieben, dass die russischen Meisterschaften jeweils ein Rennen zwischen jungen und etwas älteren Spieler(innen) waren. Dabei blieb es auch in der zweiten Turnierhälfte, auch wenn es zum Teil drunter und drüber ging. Am Ende gewann bei den Herren ein relativ erfahrener Spieler – auch wenn er, jedenfalls im Westen, etwas im Schatten bekannterer Landsleute steht. Bei den Damen siegte dagegen ein Teenager. Das sind die Abschlusstabellen:

 

Herren: Tomashevsky 7.5/11, Karjakin 7, Vitiugov 6.5, Jakovenko, Dubov, Khismatullin, Artemiev 5.5, Lysyj, Svidler, Bukavshin 5, Motylev und Khairullin 4. Bei Halbzeit war Tomashevsky noch geteilt Erster mit Vitiugov und Artemiev, alle 4/6 – aber nur einer erzielte zweimal +2, vor und nach dem Ruhetag.

 

Damen: Goryachkina 8/11, Bodnaruk und Kosteniuk 7, Kovalevskaya und Gunina 6.5, Lagno 6, Savina und Girya 5.5, Pogonina 4, Ovod und Kashlinskaya 3.5, Guseva 3. Hier erzielte Goryachkina vor dem Ruhetag +3 (aus 6 Partien), und danach +2 (aus deren fünf) und wurde souverän Meisterin – jedenfalls vom Ergebnis her, die Partien der letzten beiden Runden waren nicht so souverän. Kosteniuk konnte da nicht mehr mithalten. Das Titelfoto (Quelle russischer Schachverband) zeigt den 28-jährigen Tomashevsky und die 16 Jahre junge Goryachkina.

 

Wiederum behandele ich die Herren zunächst ausführlich, und danach kurz die Damen:

 

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Noch drei Runden bei den Deutschen Senioreneinzelmeisterschaften – Ein Zwischenbericht von BRUNO MÜLLER-CLOSTERMANN

Runde 6: B. Bartsch - H.W. Ackermann: 0-1

Runde 6: B. Bartsch – H.W. Ackermann: 0-1

 

Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Magdeburg führt nach 6 von 9 Runden Hans Werner Ackermann, der nach einem Remis in der Startrunde, anschließend 5 Partien in Serie gewinnen und in Runde 6 den bis dato mit 5/5 führenden Berthold Bartsch durch kaltblütiges Verteidigungsspiel von der Spitze verdrängen konnte, vgl. Foto.

 

Punktgleich mit Ackermann auf Platz 2 rangiert der Leipziger Nestor Gottfried Braun, der in Runde 6 die Skandinavische Verteidigung seines Gegners Rainer Selig durch ruhiges Positionsspiel zum Einsturz brachte. Hinter dem Führungsduo Ackermann und Braun (beide 5,5), die in Runde 7 aufeinandertreffen, folgt ein starkes Quintett mit Berthold Bartsch, Gerhard Kiefer, Karl-Heinz Kannenberg, Peter Rahls und Sergej Salov (alle 5 Punkte).

 

TurnierseiteLIVE-Übertragungen der Gruppen A und B

 

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Ein Schachfestival der Superlative – Über 700 Schachspieler aus nah und fern haben sich bereits angemeldet

 

Video 2014

Weit über 100 Titelträger gehen an den Start und spielen um Normen und Geldpreise. Es wird in 4 Gruppen gespielt. In der A-Gruppe spielen viele gestandene Großmeister und Nachwuchstalente mit, die den Favoriten ein Bein stellen wollen. Nachfolgend ein Auszug aus der vorläufigen Teilnehmerliste:

 

1 Jorge Cori Peru 2635 GM 2 Eduard Romain França 2634 GM 3 Axel Bachmann Paraguay 2623 GM 4 Vladimir Potkin Rusia 2599 GM 5 Kacper Piorun Polonia 2592 GM 6 Daniele Vocaturo Italia 2578 GM 7 Kamil Dragun Polonia 2572 GM 8 Friso Nijboer Holanda 2566 GM 9 Fernando Peralta Argentina 2564 GM 10 Vladimir Burmakin Rusia 2558 GM 11 Kevin Spraggett Canada 2545 GM 12 Danyyil Dvirnyy  Italia 2545 GM 13 Adrien Demuth França 2541 GM 14 Avital Boruchovski  Israel 2540 GM 15 Stanislav Novikov Rusia 2536 GM 16 Levan Aroshidze Catalunya 2535 GM 17 Fabien Libiszewski França 2533 GM 18 Marc Narciso Dublan Catalunya 2532 GM 19 Marcel Kanarek Polonia 2528 MI 20 Jean Noel Riff França 2519 GM …

 

Turnierseite

Zum Auftakt gab es beim UKA German Masters in Dresden drei Unentschieden – Beobachtungen aus der Ferne von RAYMUND STOLZE

 

Daniel Fridman

Daniel Fridman

Endlich ist die Premiere des UKA German Masters in Dresden vollzogen. Schon der Modus ist durchaus interessant, denn neben den drei durch Bundestrainer Dorian Rogozenko gesetzten Spielern – Georg Meier, Daniel Fridman und Alexander Donchenko – kommt das Trio aus dem Challenge 2015 dazu. In dem neunrundigen Schnellschach-Wettbewerb, bei dem jeweils an drei Tagen drei Runden zu absolvieren waren, setzten sich Falko Bindrich, Matthias Blübaum und Rasmus Svane durch. Für diese Sechs geht es nun in einem Turnier „jeder gegen jeden“ [Bedenkzeit jeweils 100 Minuten + 50 Minuten für den Rest mit 30 Sekunden Bonus pro Zug; Remisangebote vor dem 40 Zug sind verboten!] um Platz und Sieg sowie 15.000 € Preisfonds. Dem „German Master 2015“ winken stolze 5000 €, und der Letzte nimmt immerhin noch ein „Trostpflaster“ von 1000 € mit nach Hause. Da sage noch jemand, dass sich Schachspielen in Deutschland nicht lohnen würde …

 

Meine Nachfrage bei Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, wie er denn die Event-Idee Challenge Masters in Zusammenhang mit dem ZMDI Open einschätzt, beantwortete er, dass von allen [!]) Turnierteilnehmern die Idee, deren Umsetzung [Zeiten, Rundenanzahl, Ambiente …] sehr gelobt würde. „Das war für uns extrem erfreulich. Ich persönlich hatte mit 20-25 Turnierteilnehmern geliebäugelt. Da wusste ich aber noch nicht, dass gerade in diesem Jahr mit dem Wiener Turnier, der Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft in Magdeburg, dem Turnier in Lüneburg und direkt davor Prag eine Ballung von Open Mitte August stattfinden würde. Es könnte auch sein, dass wir eher traditionell ausgelegten Deutschen diese neue Idee erst einmal ausprobieren müssen und dann bei der Neuauflage mehr ‚Vertrauen’ in etwas Neues haben. Vielleicht wissen auch noch zu wenige deutsche Titelträger von dieser Möglichkeit, in Dresden das stärkste nur mit deutschen Spieler durchgeführte Turnier mit spielen zu können.

 

 TurnierseiteLIVE Weiterlesen

Elemente einer Selbstbiographie von Robert Hübner – eine Besprechung von INGRAM BRAUN

Edition Marco, 2015

Edition Marco, 2015

 

Der Schachticker freut sich eine aktuelle Besprechung zu Robert Hübners in der Edition Marco neu erschienenem Buch „Elemente einer Selbstbiographie“ veröffentlichen zu können.  Wir durften das textidentische Original (ergänzt um einige Abbildungen) vom Netblog http://ingram-braun.net/ des Rezensenten übernehmen:

 

Unter Autobiographie versteht man üblicherweise Memorienliteratur, in der sich der Verfasser an wichtige Lebensstationen erinnert. Das trifft hier überhaupt nicht zu. Hübners Elemente einer Selbstbiographie ist eine Sammlung von Texten, die über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten verfaßt wurden. Etwa die Hälfte wurde schon veröffentlicht, von denen einige für die Wiedervorlage bearbeitet wurden. Mit Schach haben die wenigsten zu tun, vielmehr finden hier Hübners weitgespannte Interessen als Reisender, Übersetzer aus mehreren Sprachen und altphilologisch geschulter Kommentator der Welt Ausdruck.

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Beim ZMDI-Open 2015 in Dresden holte sich die 17-jährige Erfurterin Alina Zahn ihren ersten IM-Skalp – Eine Alina ZahnBetrachtung von GM THOMAS PÄHTZ

 

Open-Turniere haben vor allen in den ersten Runden, wo das Oberhaus auf das Unterhaus trifft, bisweilen ihre echten daumen_hochÜberraschungen. Und für eine sorgte in Runde 3 des ZMDI-Open 2015 in Dresden in der A-Gruppe am Montag [17. August] die 17-jährige Gymnasiastin Alina Zahn. Mutig und mit der nötigen Aggressivität bezwang das an 96 gesetzte Nachwuchstalent vom SV Empor Erfurt den Zweitliga-Spieler Cliff Wichmann von ESV Nickelhütte Aue mit einem wunderschönen Angriffswirbel. Für Alina war es zugleich der erste IM-Skalp, und ihr langjähriger Trainer GM Thomas Pähtz war so begeistert, dass er umgehend die Partie für den Schach-Ticker kommentierte. „. Wer die Paarung nicht kennt, könnte glauben, mit Schwarz hätte ein Großmeister gespielt“, so das Urteil des Amateurweltmeisters von 2015. Doch sehen Sie selbst!

 

IM Wichmann, C. [Elo 2358] – Zahn, A. [Elo 2004]

 

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Falko Bindrich, Rasmus Svane und Matthias Blübaum qualifizierten sich im Challenge – Vom Dresdener Schachsommer 2015 berichtet für den Schach-Ticker RALF MULDE

 

Rasmus Svane wie der junge Bobby Fischer

Rasmus Svane wie der junge Bobby Fischer

It’s Schach-Showtime in Dresden und damit Spannung pur angesagt. Im erstmals ausgetragenen Challenge, bei dem 14 hoffungsvolle Teilnehmer an drei Tagen mit einer Elo über 2000 am Start waren, kam es am Ende nach drei liveTagen mit jeweils drei Schnellschachpartien wie man es schon befürchten musste: Die Entscheidung über die erstrebten ersten drei Plätze fiel [auch] durch die Feinwertungen!

 

IM Rasmus Svane vom Hamburger SK konnte es sich leisten, in der finalen neunten Runde gegen IM Ilja Schneider [SF Berlin] klug remis zu spielen, denn seine 6/9 reichten für Platz 2. An dem 18-jährigen Schachprinzen – wie lange ist man das eigentlich noch? – zog nach Wertung nur noch GM Falko Bindrich [TSV Bindlich Aktionär] durch einen Sieg gegen Felix Graf vorbei. Aber hinten den beiden wurde es verdammt eng, denn ein Quartett kam auf 5,5 Punkte. Und da war Jung-GM Matthias Blübaum [Werder Bremen] der Glücklichste mit 47,5 Buchholz. Die Plätze 4-6 belegten GM Dennis Wagner [SV Hockenheim], Ferenc Langheinrich [SV Empor Erfurt] und Ilja Schneider, denen das Pech der schlechteren Feinwertung im Wege stand.

 

Qualifiziert für das UKA German Masters 2015 – die Großmeister Georg Meier, Daniel Fridman und Alexander Donchenko wurden gesetzt – ist damit also das Trio Bindrich – Svane – Blübaum. Los geht es am Mittwoch [19. August] im Dresdner Wyndham-Hotel [Spielbeginn 13 Uhr, nur zur letzten Runde am Sonntag heißt es schon um 10 Uhr an den Brettern schwitzen], und alle Teilnehmer des Masters erhalten einen Preis: 1. 5000 €, 2. 3000 €, 3. 2500 €, 4. 2000 € 5. 1500 €, 6. 1000 €. Dem Letzten der „glorreichen Sechs“ sind also mal eben 1000 € in jedem Fall sicher!

 

Turnierseite

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+++ Respekt, Vincent! +++ 2:1-Halbzeit-Führung für Li Chao gegen Peter Leko +++

 

Vincent Keymer (by Czech-Open)

Vincent Keymer (by Czech-Open)

PRAG. Eine sensationeller Auftritt so wie im Februar vom Pfalz-Open, wo Vincent Keymer [15. November 2004] seine erste IM-Norm übererfüllte, ist diesmal nicht zu vermelden. Doch sein Auftritt in Prag beim Letni Open verdient allemal Respekt. Nach fünf Runden sah es für das zur Zeit hoffnungsvollste deutsche Nachwuchstalent sogar nach mehr aus. Da lag der Zehnjährige [15. November 2004/Elo 2352] mit 4,5/5 sogar in der Spitzengruppe, wie Bernd Vökler auf der DSB-Webseite berichtete und dabei auch die finale Phase der gewonnenen Partie gegen Großmeister Henrik Teske, der am Ende Platz 2 belegte, kommentierte [ http://www.schachbund.de/news/vincent-keymer-in-prag.html ]. Dass es dann in der „goldenen Stadt“ in den folgenden vier Runden mit 1,5 Punkten nicht mehr so ganz rund lief – u.a. verlor er gegen den einheimischen Turniersieger Jiri Kociscak [Elo 2462], aber das ist nun keine Überraschung –, ist für den Jungen vom SK Gau-Algesheim alles andere als eine Katastrophe. Mit 6,0/9 belegte der U18-Mannschafts-Europameister [!] Rang 12 unter 150 Teilnehmern. Und seine Elo-Performance von 2398 brachte Vincent bei K-Faktor 40 immerhin noch ein Plus von 16 Punkten. Seine individuelle Leistung finden Sie unter dem Link http://chess-results.com/tnr182801.aspx?lan=0&art=9&fed=GER&turdet=YES&flag=30&wi=984&snr=14 und natürlich gibt es von uns auch den Hinweis auf die Turnierseite des Veranstalters: http://www.czechtour.net/cz/open-letni-praha/vysledky-a-partie/ . Die Rundenergebnisse und die Abschlusstabelle sowie 260 Partien zum Downloaden liefert wie immer ChessResults unter http://chess-results.com/tnr182801.aspx?lan=0&art=1&rd=7&turdet=YES&flag=30&wi=984 . Und von Bernd Vökler gibt es noch einen zweiten Beitrag beim DSB unter http://www.schachbund.de/news/vincent-keymer-in-prag-ii.html .

 

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Ausserdem: Man muss kein Prinz sein, um jung Grossmeister zu werden

 

Das TeSchirov-Kovalevilnehmerfeld beim Riga Technical University Open war vielleicht nicht superstark, aber dabei waren immerhin zwei Spieler mit Elo (knapp) über 2700, jedenfalls vor dem Turnier, sowie neun weitere der Kategorie 2600+. Ausserdem – es war schliesslich ein Open nach Schweizer System – noch mehr GMs, IMs, und auch einige titellose Spieler machten Furore. Beim Endstand (top10) muss ich die Schachtitel erwähnen, da zwei dieser zehn keine Grossmeister sind oder vor dem Turnier waren: GM Schirov und GM Hovhannisyan 7.5/10, GM Jumabayev und GM Kovalenko 7, GM Melkumyan, Aryan, GM Swiercz, IM Schröder, GM Kovalev, GM Skoberne 6.5.

 

Offenbar gibt es kein Foto vom (interessanten) direkten Duell Schirov-Hovhannisyan, daher bekommt der Alt-Neu-Lette sein Titelfoto zusammen mit (von hinten) Kovalev – schliesslich lag er nach Wertung denkbar knapp vorne (41,5 Buchholzpunkte für ihn, 41 für Hovhannisyan). Alle Fotos wie üblich von der Turnierseite.

Ich werde den Turnierverlauf knapp zusammenfassen – Schwerpunkt jeweils die Tabellenspitze – und dann bzw. teilweise zwischendrin auf einige andere Spieler eingehen.

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Rekordteilnehmerfeld beim 18. Vienna Chess Open: Über 800 Schachspieler und Schachspielerinnen aus 50 Nationen beim Top-Turnier im Wiener Rathaus

 

Foto: by GM Gerry Hertneck

Foto: by GM Gerry Hertneck

Wien (OTS) – Anmeldeboom bei der Internationalen Wiener Schachmeisterschaft 2013: Insgesamt sind vom 17. – 25. August über 800 Damen und Herren aus über 50 Nationen im Wiener Rathaus am Start. Angeführt wird das Rekordfeld von Großmeister Ivan Sokolov, mit Holland Team-Europameister 2005 inlive Göteborg. Österreichs Hoffnungen ruhen auf David Shengelia und Niki Stanec.

 

Das alle zwei Jahre ausgetragene Wiener Schachfestival entwickelt sich zu einem europäischen Top-Event. „Die Attraktivität für die Schachspieler liegt in der idealen Kombination, Schachsport unter optimalen Bedingungen ausüben und gleichzeitig den Urlaub in der Kunst- und Genussmetropole Wien verbringen zu können“, freut sich Präsident Christian Hursky vom Veranstalter Wiener Schachverband. Neben Sokolov sind 20 Großmeister aus Russland, Brasilien, England, Frankreich, Deutschland, Bulgarien, Serbien, Israel, Korea, Schweden und Österreich am Brett.

 

TurnierseiteErgebnisseAusschreibung

 

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Keymer – Peczely: Schwarz zieht – und ruiniert seine bis dahin gut vorgetragene Partie

Keymer – Peczely: Schwarz zieht – und ruiniert seine bis dahin gut vorgetragene Partie

Deutsche „Schach-Prinzen“ und Vincent Keymer trumpfen auf – Von Hartmut Metz

 

Seinen Spitzenspieler hat Deutschland verloren mit dem Wechsel des Baden-Badeners Arkadij Naiditsch nach Aserbaidschan. Aber wachsen bereits neue, noch bessere heran? Das Konzept des Deutschen Schachbundes (DSB), einige metzTalente als „Schach-Prinzen“ besonders zu fördern, ging auf. Mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Alexander Donchenko wurden drei Jugendliche nicht nur Großmeister, sondern liegen in der U18-Weltrangliste auf den Plätzen drei bis fünf! Alle drei zählen überdies bereits zu den Top 20 in Deutschland. Und es könnte noch besser kommen: Mit erst zehn Jahren sorgt Vincent Keymer für Furore. Der Knabe vom SK Gau-Algesheim ist in seinem Alter deutlich weiter als Weltmeister Magnus Carlsen. Im Juli war Keymer der bisher jüngste Teilnehmer an der U18-Europameisterschaft in Polen – und holte mit dem Quartett von Bundestrainer Bernd Vökler den Titel!

 


Dabei war etwas Glück dabei, denn das Nationalteam verlor gegen die schärfsten Rivalen Tschechien und die Israelis 1,5:2,5. Doch weil Letztere gleich viermal remisierten, ging Deutschland mit 10:4 Punkten doch knapp vor Israel und Tschechien (9:5) über den Zielstrich.
Den neuen Europameister führte Blübaum an, der am ersten Brett in sieben Runden stolze 5,5 Punkte sammelte. So hievt sich der Bremer Bundesligaspieler über die Schallmauer von 2600 Elo-Weltranglistenpunkten, die früher sogenannte „Super-Großmeister“ kennzeichnete. Der Hofheimer Christian Schröder gewann mit ebenfalls 5,5 Zählern den Brett-Preis an Position zwei. Thore Perske (Heidesheim) kam im polnischen Karpacz ebenso wie Keymer auf vier Punkte. Bei dem
Zehnjährigen folgten auf drei Startrunden-Siege drei Niederlagen, ehe die nachstehende interessante Partie die EM erfolgreich abschloss…. Weiterlesen

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