Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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KombiEcke 137

Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 137. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 


Für die Weihnachtszeit hat sich die JugendSchach wieder etwas Besonderes ausgedacht: Das traditionelle Weihnachtsquiz. Der JugendSchachVerlag hat wieder einige Bücher in den Preiskorb gelegt. Wer etwas gewinnen möchte, muss nur die Aufgaben lösen und auf das Glück des Tüchtigen hoffen.

 

Insgesamt hat das Weihnachtsquiz 12 Aufgaben, der Schach-Ticker veröffentlicht 4 Teile à 3 Aufgaben pro Woche. Viel Spaß beim Knobeln mit der 137. Kombiecke! [Quelle: Kombiecke von JugendSchach 12/2016, Seiten 26/27]

 

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Korobov, Anton

Korobov, Anton

Vom 6. bis 17. Dezember 2016 wird in der Ukraine in 11 Runden die Einzelmeisterschaft ausgespielt

 

Teilnehmer:

 

GM Anton Korobov (2692), GM Alexander Areshchenko (2678), GM Alexander Moiseenko (2657), GM Yuriy Kuzubov (2651), GM Zahar Efimenko (2651), GM Andrei Volokitin (2649), GM Martyn Kravtsiv (2645), GM Mikhailo Oleksienko (2615), GM Alexander Kovchan (2585), IM Evgeny Shtembuliak (2478), Vladislav Bakhmatsky (2446), Alexey Solovchuk (2409).

 

Turnierseite

 

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Abschluss der Chess Tour 2016


Carlsen und Karjakin haben nach ihrem WM-Match Pause, andere Weltklassespieler (hier definiert als Elo über 2750) sitzen ab morgen, Freitag, in London am Brett. Darunter auch einer, der offenbar beim New Yorker WM-Match eine Rolle spielte und noch vier bis fünf, die bei früheren WM-Matches eine Rolle spielten. Ich nenne die zehn Teilnehmer mal in alphabetischer Reihenfolge: Adams, Anand, Aronian, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov, Vachier-Lagrave. Das (Vorteil Adams) wird vermutlich nicht der Endstand im Turnier – er bekam die Londoner wildcard, 50% wie letztes Jahr ist für ihn wohl bereits ein gutes Ergebnis.

 

Alle anderen könnten das Turnier vielleicht gewinnen – es gibt eher keine Favoriten und keine Aussenseiter. Wenn einer „Favorit“ für den letzten Platz ist, dann vielleicht (so sehe ich es) Topalov, wobei er diese Rolle zuvor beim Sinquefield Cup nicht bestätigte. Schnell- und Blitzschach kann er allerdings eher nicht. Chess Tour Gesamtaspekte werde ich später noch beleuchten, im Teaser nur noch die Auflösung des „Rätsels“: Welche fünf bis sechs Spieler meinte ich oben? Vachier-Lagrave war offenbar diesmal Carlsen-Sekundant – Standort während dem Match das norwegische Kragerø, also eher kurze Anreise nicht über den Atlantik sondern über die Nordsee. Adams half Carlsen beim zweiten Match gegen Anand 2014 in Sotschi. Anand, Kramnik und Topalov spielten bereits WM-Matches (der Vollständigkeit halber: Kramnik war zuvor Kasparov-Sekundant). Giri hatte offenbar ‚irgendeine‘ Rolle bei WM-Matches, demnach waren nur Aronian (es sei denn, Gerüchte dass er Gelfand gegen Anand geholfen hat stimmen) und die drei Amerikaner bisher immer reine Zuschauer – jedenfalls was WM-Matches betrifft. Turnierseite

 

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Schiedsrichter-Eindrücke bei der Regionaleinzelmeisterschaft 2016 in Schönow von JULIA MÄTZKOW

 

„Darf ich mich selbst matt setzen?“, sagte ein U8 Spieler ganz begeistert. Und der Gegner? Der hatte das Matt noch nicht gefunden und knobelte. Der U8 Spieler war iimg_0399mmer aufgeregter, denn er hatte das Matt zuerst gefunden. Und der Gegner? Der überlegt immer noch. Doch aufgeben oder dergleichen kam für unseren U8 Spieler nicht in Frage, da er doch das Matt gefunden hatte… Ja, und endlich hat auch der Gegner eingesehen: es muss ein Matt geben!

 

Es ist immer wieder schön für mich, aufs Neue Schiedsrichter in der U8 und U10 zu sein. Die Kinder sind noch so schön unverbraucht und es ist völlig egal, wer Matt gesetzt wird. Hauptsache es ist: ein Matt auf dem Brett. Ob nun der eine oder der anderen den Punkt bekommt – wen kümmert das schon? In den Pausen gehen sowieso alle auf das Klettergerüst und spielen Ritter, König und Prinzessin. Oder was auch noch ganz angesagt ist, und die Trainer sollten das jetzt lieber nicht lesen, da schon lange und viel ermahnt und dagegen gesprochen wurde, Computerspiele zum Mitnehmen. Ob es nun ein portables Gerät sei, wie der Nitendo oder etwas veraltete der GameBoy, oder doch das Handy ist, sei mal dahingestellt.

 

Doch eines sollte nicht geschehen, dass die Gerätschaften während des Spieles, Töne von sich geben. So hatte Emily auch verloren, weil sie das Handy mit zum Brett nehmen musste und die Mutti von zuhause angerufen hat, um nach dem Wohlergehen des Kindes zu fragen. Doch da fragt sich: Wozu braucht jemand, der nicht älter als zehn seien kann, ein Handy? Selbst wenn die Eltern nicht da sind, werden die Kinder doch großartig von unseren brandenburgischen Trainern betreut.

 

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Als Extra zum ECU-Newsletter 11/2016 hat die Europäische Schachunion ein WCM Special veröffentlicht

 

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Auch daraus einige Auszüge für unsere Leser in deutscher Sprache:

 

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Pressekonferenz

 

Magnus Carlsen gibt zu, dass die WM 2016 das schwierigste Turnier seiner bisherhigen Schachlaufbahn gewesen sei und gratuliert Karjakin zu seinem exzellenten Spiel.

 

Karjakin kündigt an, dass er alles daran geben wird, das nächste Kandidatenturnier zu gewinnen, um Carlsen erneut im WM-Kampf herausfordern zu können.

 

Preisgeld
Der Preisfonds wird mit 55 Prozent für den Gewinner und 45 Prozent für den Unterlegenen aufgeteilt: Carlsen erhält 550.000 Euro, an Sergej Karjakin geht die stattliche Summe von 450.000 Euro.

 

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Izvestia „verbessert“ Sutovskys Artikel redaktionell, Süddeutsche Zeitung zitiert diese Fälschung
 

Eigentlich betrachtete ich das WM-Match Carlsen-Karjakin als, auch journalistisch, abgeschlossen, und ich trenne Schach von Politik soweit es geht. Aber dieser Artikel muss sein.

 

Um die beteiligten Medien und Personen anfangs zu erwähnen: Für Izvestia schrieben auf Russisch mindestens zwei Personen – auf Einladung der israelische Grossmeister (mit Wurzeln in Aserbaidschan) und ACP-Präsident Emil Sutovsky und dann, ohne dass Sutovsky darum gebeten hatte, jedenfalls ein namentlich nicht bekannter Endredakteur. Izvestia kann man aktuell wohl als regimefreundliche Boulevardzeitung bezeichnen. Sutovsky schrieb dazu dann auf seiner Facebook-Seite, das stammt sicher zu 100% von ihm selbst. Izvestia hat später, nachdem die Original-Fälschung bereits anderswo international registriert wurde, den Artikel geändert und damit etwas entschärft.

 

Für die Süddeutsche Zeitung übersetzte und zitierte Frank Nienhuysen Sutovsky bzw. (konnte er nicht wissen) den Izvestia-Endredakteur. Das kann ich ihm nicht vorwerfen, eventuell durchaus dass er aus Sutovsky einen Russen macht. Die Süddeutsche Zeitung kann man als unabhängige ‚Qualitätszeitung‘ bezeichnen; Nienhuysen ist laut Profil beim Artikel erfahrener Mitarbeiter (seit 1994) und Osteuropa-Experte – bei russischen Quellen sicher nicht abhängig von Google-Übersetzungen.

 

Aus meiner eigenen Sicht: Wenn ich über Schach oder auch Leichtathletik schreibe, bin ich momentan immer Amateur oder allenfalls Gelegenheits-Freelancer, keinesfalls Profi. Einige meiner Leichtathletik-Texte (für Lokal- oder Vereinszeitung) wurden redaktionell bearbeitet und dabei gelegentlich etwas sinnentstellt – da unterstelle ich dem Endredakteur keine Absicht, und es war eher witzig als skandalös-peinlich. Umgekehrt: Wann lasse ich Artikel autorisieren? Bei schwierig-kontroversiellen Themen, wenn ich mir bei Zitaten nicht 100% sicher bin. Sicher auch, wenn ich Texte anderer redaktionell bearbeiten und dabei inhaltlich anpassen würde – war bisher nie der Fall. Ob es dazu einen journalistischen Kodex gibt, das weiss ich nicht – bin ja kein Profi. Ausdrückliche entsprechende Zusagen sollte man, unabhängig von juristischen oder moralischen Aspekten, geschriebenen oder ungeschriebenen Regeln, immer einhalten. Zu meinem Artikel bewusst keine Bilder – ich könnte natürlich Karjakin mit Putin T-Shirt zeigen oder auch Sutovsky (oft, auch im Izvestia-Artikel, im Anzug), aber das muss nicht sein.

 

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Die 18-jährige Iranerin Dorsa Derakhshani ist eine der weltbesten Schachspielerinnen. Hier spricht sie über ihren Ehrgeiz, die Kopftuchpflicht bei der Frauen-WM – und den Geschlechterkampf am Brett.

 

Die 18-jährige Iranerin Dorsa Derakhshani (o) ist in ihrer Altersklasse eine der besten Schachspielerinnen der Welt. Im Interview erzählt sie, warum sie nicht mehr für ihr Heimatland antritt, Frauen bei der WM in Iran verschleiert spielen sollen und warum sie lieber Männer herausfordert. „Es ist wie Tanzen. Wenn man jeden Tag tanzt, wird man ein guter Tänzer“, sagt Derakhshani.

 

SZ: Iran gilt als die Wiege des Schachspiels. Trotzdem haben Sie Ihre Heimat verlassen und sind nach Barcelona gezogen, um dort Schach zu spielen. Warum?

 

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Schachweltelite mit Ex-Weltmeister Viswanathan Anand im Baden-Württemberg Center –  Spitzenschach auf höchstem Niveau in der Renn- und Schachstadt Hockenheim -Sieg und Niederlage für das Rennstadtteam – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

GM Jobava, Baadur (By Kublashvili)

GM Jobava, Baadur (By Kublashvili)

Einen Kampf zwischen dem Ersten und Zweiten der 1.Schachbundesliga gab es in der Metropolregion Rhein-Neckar bisher noch nie. Nach einem überraschend guten Auftakt der Hockenheimer befand man sich punktgleich mit OSG Baden-Baden und SG Solingen als Trio an der Spitze der Tabelle. partienBaden-Baden hatte lediglich zwei Brettpunkte Vorsprung. Der Fokus richtete sich natürlich auf den Kampf zwischen der Renn- und Schachstadt Hockenheim und der Kur- und Bäderstadt Baden-Baden. Da Baden-Baden gleich drei Spieler der Top Ten-Liste des Weltschachbundes FIDE im Aufgebot hatte, waren die Chancen auf einen Überraschungssieg der Einheimischen gering. Vieles hing jedoch von den Mannschaftsaufstellungen ab und man durfte auf einen Kampf auf höchstem Niveau gespannt sein.

Letztendlich war es eine unnötige Niederlage von GM David Baramidze an Brett 8 sowie ein Sieg des Weltranglisten- Zweiten Fabiano Caruana am Spitzenbrett gegen Evgeny Tomashevsky der den Kampf mit 3:5 zugunsten des Seriensiegers Baden-Baden entschied.

 

Hier die Einzelergebnisse: SV 1930 Hockenheim : OSG Baden-Baden (3:5)

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Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST

 

Botwinnik und Bronstein, 1951

Botwinnik und Bronstein, 1951

David Bronstein war einer der besten Spieler aller Zeiten, obwohl er die WM-Krone nie gewinnen konnte. Einmal war er ganz dicht davor: Im Jahre 1951 forderte Bronstein den amtierenden Champion Michail Botwinnik in Moskau heraus. Der denkwürdige Kampf endete 12 – 12 unentschieden. Dennoch gab es einen Sieger, und der hieß Botwinnik.

 

Denn die Regularien damals besagten, dass dem Titelverteidiger Botwinnik 12 Punkte zum erneuten Gewinn des WM-Titels reichten, während der Herausforderer Bronstein mindestens 12,5 Punkte holen musste, um das Duell für sich zu entscheiden. Heutige denkbare Szenarien á la Tiebreak gab es vor 65 Jahren noch nicht.

 

Über die damalige Regelauslegung kann man sich sicher streiten. Fest steht aber, dass beide Kontrahenten Schach vom Allerfeinsten boten und sich eine genauere Beschäftigung mit den 24 Matchpartien lohnt.

 

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Dezember 2016: Schach ist Spaß!

 

Wir zeigen Ihnen hier für das Jahr 2016 das letzte der außergewöhnlichen Schachfotos der Dortmunder Künstlerin Christiane Köhne.  Bekannt sind ihre Ausstellungen beim Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting in den Jahren 2012 bis 2016, zuletzt mit der Ausstellung von Bildern zur „Schachnovelle“, der auch das Foto des Monats Oktober entnommen war. Auch im Jahr 2017 wird sie wieder beim Chess-Meeting mit neuen Bildern vertreten sein.

 

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Das andere Match: Ex-Weltmeister besiegt Noch-Weltmeisterin

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Dieser Zweikampf in Medias, Rumänien wurde von einschlägigen kommerziellen Schachseiten quasi ignoriert – obwohl sie zwei Partien mehr spielten als die Protagonisten in New York und dabei neunmal weniger Remis. Das Ganze an nur drei Tagen (28.-30.11.), auch mein Bericht kommt etwas verspätet – es war achtmal Schnell- und dann zehnmal Blitzschach. Beide Matcpartienhes kann man so beschreiben: Kramnik zog früh davon, und dann wurde es doch kein Debakel für Hou Yifan da sie aus den restlichen Partien 50% erzielte. Im Schnellschach nach dem ersten Tag 3,5-0,5 für Kramnik, am Ende 5,5-2,5. Im Blitzen, an einem Tag gespielt, nach fünf Partien 3,5-1,5 (5-0 war drin!) und zum Schluss 6-4.

 

Die Turnierseite bietet wenig, und auch nur Archivfotos der beiden Spieler(innen). Immerhin wird da auch noch ein Schnell- und Blitzturnier „Rumänien Herren mit und gegen Rumänien Damen“ erwähnt mit Abschlusstabelle. Gewonnen hat Jungstar Bogdan-Daniel Deac (*2001) vor vier älteren rumänischen Herren und dann fünf Damen. Von diesen war Elena-Luminita Cosma die beste, wobei Irina Bulmaga ein anderes Erfolgserlebnis hatte: Fünfzigmal spielten Damen gegen Herren, nur einmal gewann die Dame – Bulmaga ausgerechnet gegen Deac.

 

Fotos fand ich stattdessen bei Berik Balgabaev, Assistent von FIDE-Präsident Ilyumzhinov, auf Twitter. Was machen Kramnik and Hou Yifan da in der Lobbybar eines Hotels? Das verrate ich gleich:

 

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470 Seniorinnen und Senioren kämpften in vier Kategorien um die WM-Titel.

 

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Weltmeister Anatoly Vaisser und Clemens Werner

Bei den am 30. November zu Ende gegangenen „26. World Senior Chess Championships“ in Marienbad (Tschechien) erreichte FM Clemens Werner in der Kategorie Open 65+ den hervorragenden fünften Platz, punktgleich mit den partienvier Schachschwergewichten GM Anatoly Vaisser, GM Vlastimil Jansa, GM Evgeny Sveshnikov und IM Vladimir Zhelnin.

 

Mit 6 Siegen und 5 Remis blieb er in den 11 Runden ohne Niederlage und erreichte mit 8,5 Punkten den geteilten ersten Platz, nur durch die Sekundärwertung auf Platz 5 einsortiert.

 

Clemens Werner schreibt dazu auf seiner Facebook-Seite „Die erzielte Großmeisternorm, die es für Punktgleichheit mit dem Weltmeister Anatoly Vaisser gibt, wird mir zwar nichts nützen. Aber Marienbad war auch so eine Reise wert!“

 

Nachtrag Nr. 1: Leider ist die GM-Norm nun doch keine. Punktgleichheit mit dem Weltmeister führt nämlich nur für die Zweit- und Drittplatzierten zur GM-Norm, nicht für die Viert- und Fünftplatzierten! So sind die FIDE-Regularien. Hier fehlten Clemens Werner also genau 2,5 Punkte in der Sekundärwertung (Buchholzpunkte).

 

Uns ist dieses Ergebnis jedenfalls einen Blick auf die Schlusstabelle wert! Im Open 65+ gab es 265 Teilnehmer aus 59 Nationen, darunter 8 Großmeister, 23 Internationale Meister und 35 Fide-Meister!

 

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Hans Werner Ackermann gewinnt den Seniorentitel mit 8,5 Punkten aus 9 Runden. Friedrich Baumbach wird Nestorenmeister, Eveline Nünchert holt den Damentitel.

 

Gutgelauntes Trio: Peter Rahls (3. und Nestoren-Vizemeister), Friedrich Baumbach (2. und Nestorenmeister) und neuer Titelträger Hans Werner Ackermann (1)

Gutgelauntes Trio: Peter Rahls (3. und Nestoren-Vizemeister), Friedrich Baumbach (2. und Nestorenmeister) und neuer Titelträger Hans Werner Ackermann (1)

Bei den „16. Offenen Senioreneinzelmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern“, die zum 8. Mal im Turnierhotel Binz-Therme auf Rügen stattfanden und mit 175 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wieder Monate im Voraus ausgebucht war, gelang Hans Werner Ackermann – nach zweijährigem Gastspiel für Hansa Rostock jetzt wieder in der Heimat für Hansa Dortmund aktiv – ein souveräner Start/Ziel-Sieg.

 

Erst nach 7 erkämpften Siegen in Folge gab es in Runde 8 ein schonendes Remis gegen den Vorjahressieger und späteren Zweitplatzierten und Nestorensieger Friedrich Baumbach (SC Friesen Lichtenberg), als Großmeister im Fernschach eine lebende Legende. Im Vorjahr war diese direkte Begegnung in einem Zeitnotduell zugunsten des im Blitzmodus offensichtlich nervenstarken Friedrich Baumbach entschieden worden, was am Ende zu der Reihung „1. Baumbach, 2. Ackermann“ führte, beide mit 7,5 Punkten und knapper Buchholzentscheidung.  Dieses Jahr also nicht B vor A, sondern A vor B: „1. Ackermann 8,5 Punkte, 2. Baumbach 7 Punkte“.

 

Dahinter rangierten Peter Rahls (SK Zehlendorf, 7 Punkte) und Erich Krüger (SF Katernberg, 6,5 Punkte) auf den Plätzen 3 und 4, beide ebenfalls im Nestorenstatus.

 

Mit ebenfalls 6,5 Punkten folgten auf den Plätzen 5 bis 8 IM Heinz Liebert (USV Halle), Kurt Schreiber (TuS Dotzheim), Alfred Kotlar (SC Recklinghausen Altstadt) und Ihr Berichterstatter (Sportfreunde Katernberg), der sich nach schwachem Start noch nach oben arbeiten konnte.

 

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„So sehe ich es“, andere Meinungen werden auch erwähnt

Ich beginne mal ohne Titelfoto (später kommt noch was) und mit (Abschluss-)Kommentaren anderer. Zeitungsblogger sahen es am Ende so: Für die ZEIT am Ende des Tiebreak-Liveblogs: „Der Herausforderer Karjakin kratzte gehörig am Mythos des Weltmeisters. Doch mit einem wunderschönen Zug beendete Carlsen die WM.“ (unklar wer das geschrieben hat, sie waren ja zu dritt). Im letzten WM-Blog der FAZ wählte Alexander Armbruster die Überschrift „Carlsen hat’s verdient – trotz allem.“ Ich gehe mal davon aus, dass bei Blogbeiträgen der Autor die Überschrift wählt (bei Artikeln macht es wohl mitunter die Endredaktion).

 

Ein bisschen internationale Presseschau: Die französische Liberation schrieb (Überschrift und ein bisschen mehr) „Magnus Carlsen bouscule mais toujours roi. Le champion du monde norvégien a conservé son titre mais le Russe Sergueï Kariakine lui a mené une vie beaucoup plus dure que prévu. … que ce fut laborieux alors que l’on attendait une victoire écrasante du Norvégien !“ [Magnus Carlsen stolpert aber bleibt König. Der norwegische Weltmeister behält seinen Titel, aber der Russe Sergei Karjakin machte ihm das Leben viel schwerer als prognostiziert. … was war es doch mühsam, wobei man einen eklatanten Sieg des Norwegers erwartet hätte!] Tendenz insgesamt: abgesehen vom recht zufälligen Schlussakkord ein eher glanzloser Sieg für Carlsen.

 

Dank an Europe Echecs für die französische Presseschau (alle 16 Links werde ich mir nicht reinziehen), dafür auch – repräsentativ für andere – ihr WM-Abschlusstweet auf Englisch: „Good News for Chess: Defending is not enough to get a World Chess Championship Title and Magnus Carlsen retains his crown!“ [Gute Nachricht für das Schach: Verteidigen reicht nicht, um Weltmeister zu werden und Magnus Carlsen behält seine Krone!]. Das – Karjakin hat nur verteidigt, das war seine Matchstrategie – wird oft behauptet, ebenso dass (Team) Carlsen eröffnungsmässig VIEL besser vorbereitet war. Beides werde ich später kommentieren. Zunächst die 12 Partien mit klassischer Bedenkzeit nochmals im Schnelldurchlauf:

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„Aachen trifft in der Bundesliga auf Bremen und Hamburg“ liest der Kaiserstädter und fragt sich, ob Alemannia Aachen heimlich aufgestiegen ist. Nein, natürlich nicht, was im Fußball momentan undenkbar ist, wird kommendes Wochenende im Schach Realität

 

GM Alexander Donchenko

GM Alexander Donchenko

Aachen. Es soll eine große Sache werden. Am Doppelspieltag in der Aula des Einhard-Gymnasiums, spielt der Schachverein DJK Aufwärts Aachen am Samstag, ab 14 Uhr, gegen Bremen und am Sonntag, ab 10 Uhr, gegen Hamburg. Eine Bundesligapremiere für das Team, das 1953 aus einer liveMessdiener-Verbindung hervorgegangen ist und traditionell immer noch am Kirberichshofer Weg, in der OT St. Josef beheimatet ist. Traditon ist das Eine, Bundesliga das Andere und eine echte Herausforderung für die Denksportler. „Natürlich ist die 1. Bundesliga eine ganz andere Luft“, so Peter Jansen, der sich quasi als Mädchen für alles um die Geschicke der ersten Bretter im Verein kümmert und gegen die Nordlichter „alles andere als einen Spaziergang“ erwartet.

 

Ein Spaziergang ist die 1. Bundesliga per se nicht. Vier von 16 Mannschaften steigen ab. Vor dem kommenden Spieltag ist die DJK viertletzter und somit im Abstiegskampf involviert. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und während der Achte Hamburg außer Reichweite erscheint, kommt mit den Bremern ein zurzeit punktgleiches Team nach Aachen. Nach dem äußerst schwerem Auftaktprogramm wird Bremen vermutlich ein Team mit einem Schnitt um die 2.600 ELO in die westlichste Großstadt Deutschlands entsenden. Von der ELO-Zahl – ein Gradmesser an dem jeder Schachspieler gemessen wird – liegen beide Nordlichter vorn, „aber wir haben eine junge Mannschaft am Start, die bis zur letzten Figur kämpft und ein Remis nur als letztmögliche Option sieht“, gibt sich Peter Jansen kämpferisch.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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KombiEcke 136

jugendschach-ausgabe-10-2016-titelseite-webDer größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 136. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 136. Kombiecke, dieses Mal unter dem Motto Mit dem Rücken zur Wand.

 

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Meisterturnier: 138 | Hauptturnier: 124 | Amateurturnier: 104 | Seniorenturnier: 40.

 

Hinter dem ersten Adventstürchen am 01. Dezember hat sich die Zahl 406 versteckt: das 26. ESF (Erfurter Schachfestival) darf zum jetzigen Zeitpunkt mit 406 fast genau so viele Voranmeldungen begrüße88_hoteln als in der Vorjahresauflage (408) – & das noch ganze 3 1/2 Wochen vor Turnierbeginn. Die einzelnen Turniere sehen aktuell wie folgt Spieler*innen aus 10 Nationen am Start:

 

Die Kapazitätsgrenze rückt näher … & wie geht’s jetzt weiter?

 

Noch sind Anmeldungen möglich – solange bis an dieser Stelle ein Anmeldestopp verhängt & das Onlineanmeldeformular vom Netz genommen wird.
Derweil sind die im Radisson Blu eintreffenden mit Preisen prall gefüllten Pakete (mit altbewährten als auch neuen Ideen) erste Vorboten des Festivals … welches in Bälde zu einem kurzzeitigen Anstieg der Bevölkerungszahl der Thüringischen Landeshauptstadt um 2 ? führen wird.
Freuen wir uns auf das 26. Erfurter Schachfestival – denn das wird SPITZE !

Turnierseite

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Karjakin gab ihm genug Tiebreak-Geburtstagsgeschenke

 

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Tiebreak

Das (Untertitel) ist, obwohl es stimmt, vielleicht etwas zu Kurz und Knapp. Man kann es auch so zusammenfassen; Am 30.11.2016, seinem 26. Geburtstag, war Magnus Carlsen der bessere Schnellschachspieler – nicht perfekt, aber er hat besser und auch schneller gespielt als Sergey Karjakin. Die Doppelkategorie „WM“ und „Schnellschach“ bedeutet nicht, dass ich hier über die Schnellschach-WM berichte – die gibt es erst an/nach Weihnachten in Katar. Nein, Thema heute ist der Schnellschach-Tiebreak in New York nach zuvor 12 Partien mit klassischer Bedenkzeit. Das reichte nicht, um einen Sieger zu ermitteln, nun reichten vier Schnellpartien. Blitzen mussten sie nicht, und auch für Mitteleuropäer war es zu noch relativ normaler Zeit (gegen 1:00 nachts) vorbei.

 

In New York hätte Carlsen wohl auch nach noch zehn Blitzpartien und dannpartien Armaggedon seinen Geburtstag (und eventuell den WM-Titel) noch im November feiern können, aber ich hätte dann wohl nicht live durchgehalten – auch bei den US-Wahlen liess ich mich am nächsten europäischen Morgen (unangenehm) überraschen.

 

Wieder eine (provokativ-)kurze Zusammenfassung der vier Schnellpartien. Erste Partie: nix los, remis. Zweite Partie: Carlsen bekam (mindestens) ein Geburtstagsgeschenk, die hat er dann zwar ausgepackt aber doch nicht akzeptiert – remis, dabei ein Beitrag zur Endspieltheorie. Dritte Partie: Carlsen bekam noch ein Geburtstagsgeschenk, diesmal war er einverstanden – Vorteil Carlsen und beim anschliessenden Matchball hatte er Aufschlag (Weiss). Vierte Partie aus Karjakins Sicht: Mit Schwarz auf Gewinn spielen wenn dem Gegner remis reicht ist nicht einfach – er versuchte alles und dann endete die WM mit einem bombastischen Schlussakkord von Carlsen.

 

Fotoquellen: diesmal vor allem vom russischen Schachverband (u.a. das Titelfoto), ausserdem Turnierseite (Fotografin Maria Yassakova) und einige andere Quellen. Hmm, nach der Entscheidung in New York war für mich zunächst Bettzeit, dann war ich ‚ewig‘ (oder jedenfalls länger als geplant-beabsichtigt) damit beschäftigt, Material zu sammeln und auszuwählen.

 

TurnierseiteRückblick WM 2014WM-Buch 2016

 

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Setzt Baden Baden seine Stars ein?

 

Am 03. und 04. Dezember finden die 5. und 6. Runde der Saison 2016/17 statt. Die Augen richten sich nach Hockenheim. Dort empfängt der Gastgeber die OSG Baden-Baden zum Kampf um die Tabellenspitze. Neben Hockenheim sind Aachen, Dresden und Mülheim Gastgeber des livekommenden Doppelspieltags. Wir haben alle Infos zu den Kämpfen der 5. und 6. Runde im folgenden

Levon Aronian (Eine Zeichnung von Nette Robinson)

Levon Aronian (Eine Zeichnung von Nette Robinson)

Beitrag aufbereitet.

 

In der letzten Doppelrunde des Jahres 2016 steht ein absoluter Leckerbissen auf dem Programm. Der SV Hockenheim trifft zu Hause auf die OSG Baden-Baden. Beide Teams überzeugten im Verlauf der bisherigen Saison und liegen mit voller Punktzahl an der Spitze der Tabelle. Baden-Baden geht als Favorit ins Rennen, doch Hockenheim kann in voller Aufstellung dem Titelaspiranten Nr. 1 gefährlich werden. Es hängt viel davon ab, ob die Rennstädter ihre Top-Bretter Evgeny Tomashevsky, Logo_SchachbundesligaNikita Vitiugov und Baadur Jobava für diesen Kampf zusammenbekommen. Auf der anderen Seite wäre es schön, solche Kracher wie Caruana, Vachier-Lagrave, Aronian oder Anand am Brett sitzen zu sehen.

 

Im Reigen dieser Weltklasseleute stehen Griesheim und Speyer-Schwegenheim fast schon Spalier. In der Auseinandersetzung gegeneinander kämpfen diese Teams um Punkte gegen den Abstieg. Insbesondere Griesheim sollte langsam anfangen zu gewinnen, um den Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß werden zu lassen. Die Zuschuer vor Ort erwartet ein volles Programm. Das Fernsehen hat sich angekündigt, die Partien werden live kommentiert und am Sonntag gibt es ein Simultan mit einem starken Großmeister, wie man der Pressemitteilung von Dieter Auer entnehmen kann.

 

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Magnus Carlsen bleibt Weltmeister. In der 4. Partie fiel die endgültige EntscheidungNiclasHuschenbeth.

 

Magnus Carlsen machte sich selbst ein Geburtstagsgeschenk, er wurde gestern 26 Jahre alt, indem er im Tiebreak seinen Herausforderer Sergey Karjakin mit 3:1 besiegte. Der machte Carlsen allerdings das Leben schwer. Im Tiebreak war Carlsen stets am Drücker. Mit einem fantastischen Zug in der 4. Runde des Tiebreaks beendete Carlsen den Krimi und krönte seine Leistung. Niclas Huschenbeth kommentiert launig den Tiebreak mit seinen spannenden Momenten.

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