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„Die Wanderung“ – Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außeSchachbilder_04_800x530px-Kopie-300x198rgewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet er nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Zwei dieser kreativen Ideen des inzwischen 22-Jährigen können jetzt die Schach-Ticker-Besucher nutzen: Es sind die Trainingsserien Let’s blitz – GM-Special, Taktikaufgaben lösen! und Unglaubliche Züge, deren Folge 16 mit dem Titel „Die Wanderung“ wir heute veröffentlichen.

 

Weiß steht völlig überlegen, doch noch kann Schwarz seinen Laden zusammenhalten. Die Unbeweglichkeit der schwarzen Figuren bringt den Weißspieler Nigel Short auf eine geniale Idee, die ihresgleichen sucht. Viele von Ihnen werden diese Stellung schon kennen, aber sie ist zu unglaublich, um nicht gezeigt zu werden…

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Ein deutsches Trio nach sechs von neun Runden bei den Jugend-Europameisterschaften in Batumi unter den TOP 10

 

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Fiona Sieber

Kommt es eigentlich wirklich meistens anders als man denkt? Da war der deutsch U16-Meister Jan-Christian Schröder durchaus mit berechtigen Medaillen-Erwartungen nach Batumi zur Jugend-Europameisterschaft gereist, aber nach sechs von neun Runden ist dieser Traum geplatzt. Gerade einmal 3,5 Punkte hat der Hesse auf seinem Konto. Das ist aktuell Platz 30, und ob da in den restlichen drei Durchgängen nach dem Ruhetag am Sonnabend noch was nach oben geht? Slivepitzenreiter Maxim Wawulin [Russland] mit 5,5, sowie Julio Suarez Gomez [Spanien] und Giorgi Sibashwili [Georgien] mit jeweils 5,0 sind da schon weit weg. Träumen hilft wohl auch nicht mehr…

 

Dass sie nach mit 5,5/6 auf Platz 2 liegt, hätte sich Fiona Sieber dagegen wohl kaum träumen lassen, und noch dazu punktgleich mit der Griechin Anastasia Avramidou. Und gegen die geht es am Sonntag ab 12 Uhr – da müssen Sie nicht nur Daumen drücken, sondern können Sie live auf http://www.chessbomb.com/arena/-/2014-eycc-main dabei sein. Zwar hat die amtierende deutsche U14-Meisterin, die noch dazu auch Spielerin des Jahres wurde, Schwarz, aber zutrauen ist ihr ein Menge. Erinnert sei nur daran, das sie nicht nur den Meistertitel mit zwei Punkte Vorsprung in Magdeburg gewann, sondern im Simultan auch Arkadij Naiditsch bezwang. Fiona sollte also genug Selbstvertrauen für diese schwere Aufgabe haben. Und verstecken muss sie sich wahrlich nicht, obwohl ihre Gegnern sowohl den WFM-Titel trägt und mit Elo 2120 an Vier gesetzt ist, während die junge Deutsche vom ESV Rot-Weiß Göttingen da lediglich Elo1955 gegenhalten kann, was Startganglistenplatz 16 bedeutet.

 

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Der etwas andere Bericht vom zweiten Turnier der dritten FIDE-Grand-Prix-Serie in Taschkent von RAYMUND STOLZE

 

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Boris Gelfand

Selbstverständlich ist die bestimmende Nachricht immer noch die Verlegung des Spielortes der dritten Etappe der FIDE-Grand-Prix-Serie 2014-15. Mag sein, dass nur die kühnsten Träumer geglaubt livehaben, dass sich die Schach-Weltelite in Teheran im Februar 2015 trifft. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Hauptstadt des Irans mal eben wie Berlin im vorigen Zyklus nur Platzhalter gewesen ist. Nun hat die FIDE eben „Tiflis aus dem Hut gezaubert“, und Nutznießer ist Baadur Jobava, denn er kommt dadurch in den Genuss von drei hochkarätigen Turnieren. Dass der Georgier Hals über Kopf aus Hoogoveen abreisen musst, wird ihn ganz sicherlich nicht gestört haben.

 

Ich weiß auch nicht, ob Ehsam Ghaem Maghami an seine Chance geglaubt hat, die Wildcard des Gastgebers wirklich nutzen zu dürfen. In jedem Fall hätte er sicherlich ernsthafte Probleme zu Hause bekommen, wie auch auf http://www.chessvibes.com/?q=reports/iranian-gm-cannot-play-israeli-opponent-gets-excluded-from-corsica-open zu lesen ist.

 

Dass politisch religöse Anschauungen leider immer wieder in den Sport eingreifen, ist bedauerlich. Die Einstellung von Boris Gelfand zur konkreten Problematik kenne ich nicht, aber ich denke, dass er Politik und Sport trennt und ganz sicherlich gespielt hätte.

Turnierseite Rundenbeginn Ortszeit Wie spät ist es in Usbekistan?

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Vom ersten Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Bad Soden berichtet RALF MULDE

 

Nachdenken ueber die Frauen Amateuer Meisterschaft _ Dr Dirk Jordan _ Bad Soden 2014

Nachdenken ueber die Frauen Amateuer Meisterschaft Dr Dirk Jordan , Bad Soden 2014

282 Teilnehmer sind’s insgesamt. und darunter befinden sich erfreuliche 27 Spielerinnen, die sich nun in Bad Soden bei Frankfurt am Main im RAMADA-Hotel zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2014/15 [DSAM] versammelt haben. Die Spielerinnen erfüllen hier im Taunus eine geradezu historisccamera-8he Aufgabe, denn sie tragen die allererste Runde der “Deutschen Damen Schach-Amateurmeisterschaft” aus, die ab jetzt fester Bestandteil der traditionellen Veranstaltung sein wird.

 

„Das ist ein wirklich gut gelungener Start unseres Unternehmens“, sagte Turnierdirektor  zum Auftakt und übergab das Wort an DSB-Vizepräsident Joachim Gries und an DSB-Breitenschachreferent Walter Pungartnik. Ihnen stand der hessische Verbands-Präsident Thorsten Ostermeier zur Seite, der eine Ausnahmestellung unter den „Machern“ hat, weil er nicht nur über das Turnier spricht, sondern auch daran teilnimmt – in der starken B-Gruppe und mit gar nicht mal schlechten Aussichten.

 

Wir haben acht Teilnehmer im Saal, die älter als 75 Jahre sind! Dr. Lutz Eckert „gleich von nebenan“ vom SC Bad Soden ist einen Monat älter als der weit gereiste Manfred Krüger, San Juan / Puerto Rico, USA, womit also die Jungs mit dem jeweils kürzesten bzw. längsten Anmarschweg auch schon erwähnt wären. „Klar, Bad Soden ist ja Kurort …“, hörte man prompt von einem dieser quirligen Frechdachse am unteren Ende der Alters-Skala – wir haben allein acht Spielerinnen bzw. Spieler dabei, die jünger als zehn Jahre sind! Die jüngste im Saal ist Hannah Ramien von der SG Porz. Die Siebenjährige ist noch zwei Monate jünger als Matteo Metzdorf von der SG Trier. Weiterlesen

Schulschachexperten treffen sich in Jerewan, London oder am ersten November-Wochenende beim 7. Deutschen Schulschachkongress in Bad Hersfeld – Ein Beitrag von STEFAN LÖFFLER, Wien

 

In Armenien ist Schach seit drei Jahren Pflichtfach an der GrundschulIMG_5080_1413576712e: Ab der zweiten Klasse haben die Kinder zwei Stunden Schach pro Woche. Erste Forschungen, die den Nutzen belegen, wurden am vergangenen Wochenende auf einer Konferenz in Jerewan präsentiert. Eröffnet hat sie Armeniens Präsident Sersch Sargisjan, der zugleich Präsident des Schachverbands ist. Die FIDE firmierte als Mitveranstalter, und ihr Präsident Kirsan Iljumschinow, der Schach in Kalmückien bereits 1996 als Pflichtfach eingeführt hatte, erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität Jerewan.

Konferenz in Jerewan: http://iccs.chessacademy.am

 

Die nicht nur aus Europa sondern auch Afrika, Amerika und Asien angereisten Experten hörten nicht nur Forschungsergebnisse und tauschten Ideen aus, sondern besuchten auch Schachstunden in Schulen der armenischen Hauptstadt. Einblick geben auch einige beispielhafte Videos.  Besonders beeindruckend: An die 2000 Lehrerinnen und Lehrer sind bereits für den Schachunterricht ausgebildet worden, und das nicht mal schnell am Wochenende sondern mit armenischer Gründlichkeit: Über zwei Schuljahre lang drei Stunden pro Woche führt der Weg zum Schachpädagogen.

Beispielhafte Videos: http://iccs.chessacademy.am/content/video
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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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UWE KERSTEN

Dass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen.

 

Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke werden wir hoffentlich jetzt in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“(Foto) gestartet, die künftig immer zum Wochenende veröffentlicht wird

[ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten!

 

Die Lösung der aktuellen Aufgabe gibt es immer eine Woche später mit dem neuen Test. Weiterlesen

Das bisher stärkste Frauenturnier in der Geschichte des dänischen Schachs in Köge – Ein Bericht von WFM Alsa Frey

 

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WFM Alisa Frey

Vom 11. bis 18. Oktober fand im dänischen Köge, südlich von Kopenhagen gelegen, das Lady Chess 2014, sowie auch parallel das Xtracon Grandmaster Open statt. Ich durfte dabei eine von 10 Teilnehmerinnen des Lady Chess 2014 sein. Neben mir waren u.a. Deimante Daulyte aus Litauen, Nino Maisuradze aus Frankreich, Ellinor Frisk aus Schwecamera-8den, Karina Ambartsumona aus Russland, Lenka Ptacnikova aus Island und Lidiya Tomnikova – seit neustem Tomashevsky- ebenso aus Russland am Start. Schon einmal vorweg gesagt: Es war ein sehr schönes Turnier, die Organisatoren geben sich viel Mühe und die familiäre Atmosphäre hat mir wirklich gut gefallen. Schade, dass ich die einzige Deutsche war – auch wenn ich so die Gelegenheit hatte viel Englisch zu sprechen. Gerade für jemanden aus Norddeutschland, würde sich das Xtracon Grandmaster Open wirklich anbieten, denn Köge ist mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

 

Die Auslosung des Lady Chess 2014 wurde noch am 10.10. veröffentlicht, sodass genug Zeit blieb sich noch genauer vorzubereiten. Auf mich wartete zuerst mit den schwarzen Steinen WIM Ilena Krasenkova, die zusammen mit ihrem Mann vor Ort war. In einer spannenden Grünfeld-Partie trugen wir einen harten Kampf aus – dabei sei schon erwähnt, dass wir mit der recht kurzen Bedenkzeit von 90min+30s für die gesamte Partie auskommen mussten. Zuerst kam ich zu Vorteil, musste allerdings meine Königsstellung verteidigen, was ich nicht optimal lösen konnte und somit letztendlich mich mit einem Remis zufriedenstellen musste.

Turnierseite Partien Fotogalerie GM Daniel Semcesen

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Der Countdown zur 18. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft (OIBM) läuft.

 

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Hanna Marie Klek – Bildquelle: Privat – Partie aus 2013 gegen Khenkin

Nach dem Versand der Ausschreibung Ende April musste die Anmeldung erstmals am 1. August bei 480 Teilnehmern geschlossen werden. Zudem teilte Peter Rie von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH mit, dass die Veranstalter seit Mitte August auch keine Schachinteressierten mehr auf die Warteliste des Turniers setzen können. „Es stehen schon 70 Wartende auf der Liste und aus unserer Erfahrung heraus, reisen nur etwas 2 Prozent der registrierten Turnierteilnehmer nicht an“, so Stephanie Pappert aus der Tourist-Information Bad Wiessee.

 

Vom 25. Oktober bis 2. November 2014 kreuzen sich zum 18. Mal die Wege von Schachprofis und Amateuren in der Wandelhalle Bad Wiessee. Auch in diesem Jahr ist das Teilnehmerfeld wieder hochkarätig besetzt. 46 Titelträger, davon 24 männliche und 2 weibliche Schachgroßmeister, werden für spannende Partien in der Wandelhalle sorgen.

 

Die starke, internationale Teilnehmer-Elite kämpft nicht nur um einen Preisfond von 16.500 Euro sondern hat großes Interesse am Turnier teilzunehmen – hier geht es meist um die zu erreichenden Punkte und Wertungszahlen.

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Ein ganz besonderes Highlight erwartet hingegen die 30 Schachschüler aus dem Landkreis Miesbach. Sie erhalten am Sonntag, den 26. Oktober die Gelegenheit gegen die Deutsche Schachmeister aus dem Jahr 2013, Hanna Marie Klek beim Simultan-Schach ihr erlerntes Können unter Beweis zu stellen.

 

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Internationale Konferenz Chess in Schools in Jerivan Armenien
2 wunderbare Tage im Schachland Nummer eins und ein Meilenstein im Schulschach

 

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Walter Rädler

Die zweitägige Konferenz Chess in Schools war schlicht und ergreifend  überragend. Ein vielseitiges Programm war für dieses Internationale shotCAMG035MTreffen kennzeichnend. Ein Höhepunkt war der Besuch in einer Grundschule, um den Pflichtunterricht zu bewundern. Überraschend war, dass kein Schachbrett im Einsatz war, es wurde sehr theoretisch gearbeitet.

 

Professor Khachatur Abovyan erläuterte in seinem Vortag “Wie bringe ich Schach in der Grundschule bei” das Konzept. Die Grundschüler haben Schach von Klasse 2 bis 4 zweistündig in der Woche als Pflichtfach, ein Versuch, den die Schachwelt sehr interessiert begutachtet. Die meisten Trainer sind keine Lehrer, allerdings steigt jetzt die Zahl der Lehrkräfte, die Schachunterricht gibt.

 

In der ganzen Welt wird Schach benutzt, positive Eigenschaften und Verhalten zu entwickeln, wie Fernando Moreno (USA) eindrucksvoll in seinem Vortrag “C.H.E.S.S. “Chess helps every student succeed”. Developing socio-emotional skills for all students not only the tournament players” erläuterte.Jesper Hall aus Schweden erläuterte grandios, warum der Spieler, der beim Schulschachturnier am meisten verliert, der wichtigste ist. Dies ist ein Gedanke, der nicht nur vom Schulschach aufgegriffen werden muss. Weiterlesen

Danke Aljechin! – Eine Hommage an einen der fantasievollsten Schachspieler anlässlich seines 122. Geburtstages von JULIA KIRST

 

Aljechin

Alexander Alexandrowitsch Aljechin

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JULIA KIRST

Am 31.Oktober 1892 wurde Alexander Alexandrowitsch Aljechin in Moskau geboren. Zum Glück für die Schachwelt, denn schließlich war Aljechin nicht nur Weltmeister, sondern schenkte vielen Schachspielern einzigartige Partien, die erstaunlich und faszinierend zugleich sind. Er wird als das „Genie der Schachkombinationen“ (Garri Kasparow in „Meine großen Vorkämpfer“, Band 2, Edition Olms 2004) bezeichnet.

 

Aljechin kam aus einer russischen Erbadelsfamilie, war Jurist und sein Leben gleicht einer wahren Achterbahnfahrt. Im Ersten Weltkrieg arbeitete er als Leiter eines Sanitätstrupps des Roten Kreuzes und wurde bei Bergungen verletzter Personen mehrmals selber verwundet. Alexander Aljechin wurde in Russland als Konterrevolutionär der Oktoberrevolution verdächtigt, zur Todesstrafe verurteilt (diese konnte er abwenden, weil man ihn als Schachkünstler erkannte) und soll zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges mit den Nazis kollaboriert haben. Er war gerade in seinen letzten Jahren voller Einsamkeit dem Alkohol verfallen, durfte zwar nach Lissabon ausreisen, musste aber seine Frau in dem von Deutschland besetzten Frankreich zurücklassen.

 

Sein Tod ist ebenso mysteriös: Er starb am 24. oder 25. März  1946 (das genaue Sterbedatum ist nicht mehr nachprüfbar) im Alter von 53 Jahren in Estoril (Portugal). Bis jetzt ist nicht eindeutig geklärt, ob Aljechin eines natürlichen Todes starb, sich selbst das Leben nahm oder im Auftrag Moskaus als Staatsverräter ermordet wurde.

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Supergroßmeister Li Chao startetlive

 

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GM Li Chao

 

24.10. – 27.10.2014

Der kleine Bruder des Int. Neckar-Open, eines der größten offenen Schachturniere weltweit, ist in diesem Jahr sehr stark besetzt. Mit dem Supergroßmeister Li Chao aus China hat sich die aktuelle Nummer 36 der Welt und Gewinner der 26. Universade 2011 angemeldet. Ursprünglich als Spielgelegenheit für Jugendliche in den Herbstferien gedacht ist das Herbstopen mit über 200 Teilnehmern auch in diesem Jahr eines der großen Turniere im Land. Um die insgesamt 4.500 Euro Preisgeld werden sich mehrere internationale Titelträger streiten. Start ist um 18.30 Uhr, ab Samstag beginnen die Runden immer um 9.30 Uhr. Am Montag endet das Turnier gegen 19 Uhr. Die Spitzenpaarungen werden täglich 10 Stunden lang live ins Internet übertragen.

 

Folgende Titekträger streiten sich um den Sieg und um einen satten Geldpreis.:
GM Li Chou (CHN, 2711) IM Felix Graf (GER, 2488) IM Tobias Hirneise (GER, 2448) GM Aleksandr Karpatchev (RUS, 2442) IM Frank Zeller (GER, 2445) FM Christoph Schild (GER, 2438) WGM Cristina-Adela Foisor (ROU, 2398) IM Dr. Oswald Gschnitzer (GER, 2389) FM Igor Newman (GER, 2285) FM Dr. Joachim Sieglen (GER, 2278) FM Jens Hirneise (GER, 2262) FM Tom Wiley (ENG, 2204)

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GM Klaus Bischoff greift nach den Sternen
23. Oktober bis 5. November 2014

 

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GM Klaus Bischoff

 

Es ist schon erstaunlich, dass man im Schach schon mit 50 Jahren bei der Senioren-WM mitspielen darf. Während die Menschen in Deutschland immer älter werden und die Piloten mit 60, statt mit 55 Jahren, in Rente gehen sollen. Aber gut. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass hier Funktionäre entscheiden, die ohnehin manche weltfremde Entscheidungen treffen. Es kann aber auch sein, dass man die Senioren als neue Zielgruppe entdeckt hat und den schrumpfenden liveMitgliederzahlen entgegenwirken möchte.

 

Aus deutscher Sicht eine kleine Sensation. Der amtierende Deutsche Meister, kein Geringerer als GM Klaus Bischoff, mehrfacher Deutscher Meister im Blitz- und Schnellschach, spielt mit um den Titel eines Weltmeisters. Ausgerechnet Bischoff, der gesagt hat: “Mit 50 ist man als Schachspieler ein alter Mann!“ Mit diesem selbstironischen Kommentar kokettierte Schachplauderer Klaus Bischoff bei einer seiner Schachreportagen, damals selbst schon 50+. Ein paar Monate später gewann er mit 52 Jahren gegen die wesentlich jüngere Konkurrenz prompt die Deutsche Meisterschaft 2013!

 

Auszug aus der vorläufigen Teilnehmerliste:

1 GM Nunn John D M ENG 2602 2 GM Hebden Mark L ENG 2540 3 GM Vaisser Anatoly FRA 2531 4 GM Sturua Zurab GEO 2523 5 GM Sveshnikov Evgeny LAT 2517 6 GM Bischoff Klaus GER 2504 7 GM Movsziszian Karen ARM 2487 8 IM Kalegin Evgenij RUS 2474 9 IM Zhelnin Vladimir V RUS 2471 10 GM Arkell Keith C ENG 2450 11 GM Vasiukov Evgeni RUS 2448 12 GM Balashov Yuri S RUS 2429 13 IM Bruno Fabio ITA 2422 14 GM Kristiansen Jens DEN 2405 15 GM Kupreichik Viktor D BLR 2405 16 GM Suba Mihai ROU 2341 17 IM Rooze Jan BEL 2341 18 IM Van Riemsdijk Herman C. BRA 2339 19 IM Barle Janez SLO 2338 20 IM Shvedchikov Anatoli I. RUS 2331 …

Turnierseite

 

Ein Reisebericht voller Kontraste

 

Masterclass RomanishinUnd noch ein alliterierender Untertitel: Romanischin, Robert Ris-ing Stars und der rasende Reporter Rudi Thomas Richter. Ziemlich zu Anfang sollte ich erwähnen, dass dies quasi die Eröffnung der Amsterdam Chess Academy war, ein Projekt von IM Robert Ris. Auf deren Homepage fand ich auch das Titelfoto von Peter Doggers – zu sehen sind im Uhrzeigersinn Romanischin am Demobrett, hinten Robert Ris, zwei mir unbekannte Schachfreunde, ich selbst (mit rotem Pullover über dem Stuhl), noch ein Unbekannter und Yochanan Afek – IM, Endspielstudienkomponist, Schachtrainer, Journalist usw. , Romanischin begrüsste ihn zuvor mit “hello, my dear old friend!”. Dahinter, nicht auf dem Foto, noch eine Reihe Stühle, insgesamt waren es etwa ein Dutzend Zuschauer/Zuhörer. Als ‘Teaser’ vorab eine ganz kurze Zusammenfassung dessen, was Romanischin erzählte: Erinnerungen an alte Zeiten. Damals gab es noch die Sowjetunion und Hängepartien, damals gab es weder starke Schachcomputer noch Rauchverbot am Brett und anderswo. Sowjetunion wird im weiteren Bericht nur insofern erwähnt, dass fast alle gezeigten Partien aus sowjetischen Turnieren stammen, der Rest wird nach und nach einfliessen.

 

Kontrastprogramm bezieht sich darauf, dass ich vormittags den Amsterdam Marathon in drei Stunden lief und nachmittags vier Stunden meinem anderen Hobby widmete. Quatsch, erstens laufe ich maximal Halbmarathons, zweitens brauche ich auch für zwei Halbmarathons zusammen (mit dazwischen einigen Wochen Pause) mehr als drei Stunden, drittens könnte ich mich nach einem (Halb)Marathon nicht auf Schach konzentrieren. Ich war stattdessen doppelt Konsument, Zuschauer zuerst beim Marathon-Finish und dann im Cafe Batavia direkt gegenüber vom Amsterdamer Hauptbahnhof.

 

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GM NICLAS HUSCHENBETH

Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet er nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Da alle guten Dinge 3 sind, hat er die Trainingsserien Unglaubliche Züge und   Let’s blitz, erweitert. Seine dritte Rubrik heißt Taktikaufgaben lösen!, wobei wir Ihnen heute die siebte Folge anbieten möchten.

 

In dieser Serie, die immer am Dienstagabend erscheint, löst Niclas Taktikaufgaben auf chess24 und erklärt dabei sein genaues Vorgehen. Bitte versuchen Sie die Aufgaben zu lösen, bevor Niclas es tut, damit Sie dann Ihre Gedankengänge mit denen von Niclas vergleichen können und auf diese Weise am meisten mitnehmen werden. Viel Spaß beim Anschauen und Lösen!

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+++ „Podz-Blitz“ gewinnt in Münster+++ Das war [fast] nichts, Dennis! +++ Die Jugend bezwingt in Hoogeveen die Legenden +++

 

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IM Karl-Heinz Podzielny

MÜNSTER. Wieder einmal ein Turnier mit Tradition. Zum 32. Mal rief das Münsterland-Open [11.-18. Oktober]. Dass ausgerechnet am ersten Bundesliga-Wochenende die beiden finalen Runden ausgetragen wurden, hinderte allerdings den ein oder anderen starken deutschen Spieler, seine Zusage abzugeben. Lediglich der Setzranglistenerste Ilja Zaragatski, der in der Stammaufstellung an Brett 7 gemeldet ist, fehlt seinen Sportfreunden Katernberg, die mit 1:3 Mannschaftspunkten – einem 2,5:5,5-Niederlag gegen die SG Trier folgte tags darauf ein achtbares 4:4 gegen den SV Hockenheim – einen durchwachsenen Start hatten.

Doch gewonnen hat der 29-Jährige dennoch nicht.

 

Den Sieg holte sich Karl-Heinz Podzielny, der vor genau 40 Jahren Deutscher Jugendmeister in Bamberg wurde und bei der Jugend-EM 1974/75 Platz 2 hinter John Nunn belegte. Mit 7,5/9 bewies der gerade 60-Jährige IM – am 10. September hatte er seinen runden Geburtstag – dass ihn nicht nur eine überragende Spielstärke im Blitzschach auszeichnet, was im den Spitzennamen Podz-Blitz einbrachte. Auch bei seinem Heimatverein, dem SV Lethmathe, dürfte Freude über den unverhofften Erfolg aufkommen. Rang belegte Großmeister Aleksandr Karpatschev [SF Bad Mergentheim] mit einem halben Punkt Rückstand. Es folgte ein Quartett mit 6,5 Punkten, das in der Reihenfolge Ilja Zaragatski – der hatte in Runde 6 Podzielny geschlagen – Thomas Pähtz [Ilmenauer SV], Laurence Webb [SK Münster] und Jürgen Böhm [SF Brakel] durchs Ziel ging. Weiterlesen

Lu Shanglei und Alexandra Gorjatschkina sind die neuen Champions – U20-Weltmeisterschaft in Pune ohne deutsche Beteiligung

 

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IM Elisabeth Paehtz (2004)

Ursprünglich wollte ich von der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaft [5.-20. Oktober] in Pune – mit mehr als drei Millionen Einwohner ist es die als neungrößte Stadt Indiens – nur eine Meldung in unserer Rubrik Kurz & Knapp veröffentlichen. Aber wäre das wirklich dem Ereignis angemessen?

 

Wenn man so will, dann hat Erfolgstrainer Adrian Michaltschischin fraglos recht mit seiner Behauptung, dass die U20-Weltmeisterschaft der Schachwelt als das Schaulaufen künftiger Champions gelte! Sichtbarer Beweis sind Boris Spasski, Anatoli Karpow, Garri Kasparow und Viswanathan Anand, die sie schließlich gewonnen haben!

 

Na ja, heute haben sich die absoluten TOP-Spieler wie Carlsen und Caruna auf kurzem Weg an der Weltspitze etabliert, sind wie der Norweger sogar längst „richtiger Weltmeister“. Aber die Junioren-WM, wie die Titelkämpfe in der Altersklasse U20 heißen, sind durchaus von großem von Interesse, wie die Veranstaltung in Pune zeigte, das seit den 1960er-Jahren eine besonders freundschaftliche Beziehung zur Hansestadt Bremen unterhält, und wo auch eines von sechs Goethe-Instituten in Indien arbeit [ http://www.goethe.de/ins/in/de/poo.html?wt_sc=pune ]. Teilnehmer aus 49 Ländern waren in den Kategorien Open und den Girls am Start – leider vermisste ich bei mehrmaligen Suchen unter den 137 jungen Männern, davon allein 74 aus dem Gastgeberland, und den 78 Mädels – auch hier stellte Indien mit 36 fast die Hälfte – auch nur einen einzigen DSB-Vertreter.

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Eine Vorschau auf das zweite Turnier der dritten FIDE-Grand-Prix-Serie in Taschkent von RAYMUND STOLZE

 

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Gelfand und Cariuana

Es ist tatsächlich so, wie ich in meinem Abschlussbericht [ http://www.chess-international.de/Archive/29305#more-29305 ] zur ersten Etappe der neuen FIDE-Grand-livePrix-Serie 2014-15 angedeutet habe: Die Karawane zieht weiter. Und das fast geschlossen, denn von den „zwölf Samurai“ aus Baku wir nur ein Quartett ausgetauscht. Die Herren Alexander Grischuk, Peter Swidler, Jewgeni Tomaschewski [alle Russland] und Leinier Dominguez [Kuba] werden in Taschkent [ 20. Oktober-3. November] gegen Maxime Vachier-Lagrave [Frankreich], Dimitri Jakowenko [Russland], Anish Giri [Niederlande] und Baadur Jobowa [Georgien] ausgetauscht, der überraschen für den Iraner Esahn Ghanem Maghami kurzfristig nominiert wurde. Letzterer hat ursprünglich eine Wildcard erhalten, weil Teheran Gastgeber des dritten der insgesamt vier Turniere dieser hochkarätigen Veranstaltung ist [18.-28. Februar 2015]. Zum Abschluss folgt dann Moskau [13.-27. Mai 2915].

 

Dass die Serie von sechs auf vier Stationen beschränkt wurde, bietet fraglos auch die nötige Sicherheit. Beim vorhergehenden Grand-Prix hatte der Veranstalter AGON nämlich einige Austragungsstädte, darunter Berlin, einfach nur als „Platzhalter“ angegeben, was alles andere als seriös gewesen ist.

 

Nun also auf nach Usbekistan in die zwei Millionen Stadt nördlich der großen Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan am westlichen Rand des Tian-Shan-Gebirges, wie in einschlägigen Reiseführern zu lesen ist.

 Turnierseite Rundenbeginn Ortszeit Wie spät ist es in Usbekistan?

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Von Moskau nach Bad Königshofen – Alexsej Erofeev gibt innerhalb eines freiwilligen sozialen Jahres Schachunterricht – ein Beitrag von REGINA VOSSENKAUL

 

Mit Aleksej Erofeev aus Moskau steht der Karpow-Schachschule in Bad Königshofen ein kompetenter Trainer für den Unterricht zur Verfügschulungung. Der Sozialpädagoge mit Schwerpunkt Schachausbildung hat bereits drei Jahre lang für das russische Kulturzentrum in Moskau gearbeitet, insgesamt hat er bereits sieben Jahre Erfahrungen in seinem Beruf gesammelt. Jetzt ist er innerhalb eines Freiwilligen sozialen Jahres beim Schachclub 1957 Bad Königshofen tätig und unterrichtet nach den Methoden des ehemaligen Weltmeisters Anatoli Karpow.

 

Deutsch hat der 25-Jährige bei einem privaten Lehrer als Vorbereitung auf seine Tätigkeit in Deutschland relativ schnell gelernt und spricht die Sprache schon ganz gut. Inzwischen hat er sich auch in Kleinbardorf gut eingelebt, wo er bei der Familie Müller wohnt. Von der Großstadt in ein Dorf und in eine Kleinstadt, wie empfindet er den Wechsel? „Ich finde Kleinbardorf und Bad Königshofen sehr gut, vor allem die schöne Umgebung. In einer Großstadt wie Moskau ist es sehr laut und man hat wenig Natur.“ Heimweh hat er nicht, denn Schachspieler sind es gewohnt, viel unterwegs zu sein. In seiner Freizeit geht er gern spazieren, kümmert sich um seine Fitness und liest gern – natürlich auch Schachbücher.

 

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Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

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GM NICLAS HUSCHENBETH

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992] ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet er nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Zwei dieser kreativen Ideen des inzwischen 22-Jährigen können nun die Schach-Ticker-Besucher nutzen können: Es sind die Trainingsserien Unglaubliche Züge, Taktikaufgaben lösen! und   Let’s blitz, wobei wir heute in dieser Rubrik das vierte GM-Special anbieten möchten.

 

Diesmal spielt Niclas gegen den Schach-Youtuber Shazzarr eine 15-Minuten Schnellschachpartie. Shazzarr entgegnet auf Niclas’s 1.e4 mit der Skandinavischen Verteidigung [1...d5]. Niclas spielt aggressiv nach vorne, doch sieht sich nach einer Ungenauigkeit gezwungen, ins Endspiel abzuwickeln. Er behält eine leichte Initiative, aber die Frage ist ob es ausreicht für einen greifbaren Vorteil…

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2. Liga: Serienmeister Porz verliert seit Jahren mal wieder – acht Vereine in den vier Staffeln noch mit weißer Weste

 

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Marta Michna

Es gibt sie also doch noch, die überraschenden Nachrichten aus der Zweiten Liga. Und diese vom zweiten Spieltag hat schon fast einen sensationellen Anstrich: In der Gruppe West verliert die SG Köln Porz noch dazu Zuhause gegen DJK Aachen mit 3,5:4,5. Entscheidend dürfte zwei Dinge gewesen sein: die Null von Igor Khenkin gegen den Niederländer Martijn Dambacher sowie das Fehlen von zwei schwer zu ersetzenden Stammspielern [Vladimir Baklan/Brett 3 und shotCAONH3QRDimitri Reinderman Brett 4]. So eine Mittelfeldachse kann auch die Hilgert-Truppe nicht ersetzen. Im vergangenen Jahr ist man noch durch die Liga mit 18:0/56,0 Punkten gefurcht. Die letzte Niederlage datiert aus der Saison 2011/12 gegen den Wiesbadener SV, wo es ebenfalls Zuhause gleichfalls 3,5:4,5 hieß. Damals fehlte am 5. Spieltag allerdings ein komplettes Spitzenquartett…

 

Die Tabellenführung teilen sich die Aachener, die nach dem DJK ein Aufwärts im Vereinsnamen haben, mit den SF Schöneck. Auch für die geht es nach dem 5,5:2,5 gegen Turm Emsdetten 2 aufwärts!

 

In der Staffel Ost haben sich mit Nickelhütte Aue – das ist das Team, das wegen fehlenden Geldes als Staffelsieger in der vergangenen Saison auf den Bundesligaaufstieg verzichten musste – und der Erfurter SK. Die Erzgebirgler die trotzdem keine nennenswerte Abgänge zu verzeichnen hatten,   gewannen gegen Passau und Neutraubling jeweils 5,5:2,5, die Thüringer bezwangen erst Mergentheim mit 4,5;3,5 und danach Bundesliga-Absteiger SC Forchheim 5,5:2,5. Bleibt noch anzumerken, dass bei Aue war übrigens zweimal Inna Gaponenko im Einsatz – und gewann beide Partien!
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OSG Baden-Baden steht in der Bundesliga vor Jubiläums-Titel
Von Hartmut Metzmetz

 

Hat die Langeweile ein Ende? In der Schach-Bundesliga zieht die OSG Baden-Baden seit 2006 einsam ihre Kreise. Seit Sven Noppes das Amt als Kapitän und Organisator übernommen hat, eilen die Kurstädter von einem Titel zum nächsten. Die zehnte deutsche Meisterschaft in Folge wäre ein Meilenstein. Rivalen wie die SG Köln-Porz, SG Solingen oder Werder Bremen haben mittlerweile die Herausforderung um Platz eins aufgegeben. Porz zog sich gar in die Zweite Bundesliga zurück, weil Mäzen Wilfried Hilgert keinen Sinn mehr darin sah, der OSG Paroli zu bieten – Baden-Badens Sponsor Wolfgang Grenke verpflichtete doch immer die besseren Spieler bis hin zu den Weltmeistern Viswanathan Anand und Magnus Carlsen. Doch nun könnte dem Abonnementmeister ein ernsthafter Rivale erwachsen: In Schwäbisch Hall, das bisher eher durch die gleichnamige Bausparkasse bekannt ist, marschierte ein Team aus der Landesliga durch bis ins deutsche Oberhaus. Dort wird der Aufsteiger nun mit dem ehemaligen Vizeweltmeister Boris Gelfand&Co. zum ersten OSG-Jäger. „Die haben durchaus Chancen“, bestätigt Arkadij Naiditsch… Mehr

„Exzellenter Konter“ – Schachtraining mit Großmeister NICLAS HUSCHENBETH, Baltimore/USA

 

Der junge Hamburger Großmeister Niclas Huschenbeth [29. Februar 1992]Schachbilder_04_800x530px-Kopie-300x198 ist tatsächlich auch ein außergewöhnlicher Öffentlichkeitsarbeiter. Obwohl er seit August 2012 Psychologie einer Universität in Baltimore in den Vereinigten Staaten studiert, findet er nach wie vor Zeit, um in Sachen Schach aktiv zu sein. Zwei dieser kreativen Ideen des inzwischen 22-Jährigen können jetzt die Schach-Ticker-Besucher nutzen: Es sind die Trainingsserien Let’s blitz – GM-Special, Taktikaufgaben lösen! und Unglaubliche Züge, deren Folge 15 mit dem Titel „Exzellenter Konter“ wir heute veröffentlichen.

 

In einer unglaublichen wilden Stellung hat Weiß bereits mehrere Bauern geopfert und seinen König entblößt um den schwarzen Monarchen zu attackieren. Schwarz scheint unter Druck zu sein, doch findet er einen eleganten und bemerkenswerten Weg um seine Probleme mehr als nur zu lösen…

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Die Schach-Bundesliga startet am kommenden Wochenende in die neue Saison – Serienmeister OSG Baden-Baden ist hoher Favorit

 

shotEndlich ist es soweit. Am kommenden Wochenende [18./10. Oktober] startet die Schach-Bundesliga in die nebundesligaue Saison. Hoher Favorit in einer der stärksten nationalen Mannschafts-Meisterschaften ist Titelverteidiger OSG Baden-Baden. Die vier Spielorte sind Bremen, Dortmund, Eppingen und Solingen. Samstags ist jeweils um 14 Uhr und sonntags um 10 Uhr Spielbeginn. Und das sind die Ansetzungen der ersten Doppelrunde der Spielzeit 2014/15:

 

Spielort Bremen [Platinlogen im Weserstation, Franz Böhmert- Straße 1b] Werder Bremen–Hamburger SK, Turm Emsdetten–SSC Rostock 07, Hamburger SK–Turm Emsdetten, SSC Rostock 07–SV Werder BremenshotCAONH3QR

 

 

Spielort Eppingen [Hardwaldhalle, Berliner Ring 18/1]
SC Eppingen–SF Berlin, OSG Baden-Baden–USV TU Dresden, SF Berlin–OSG Baden-Baden, USV TU Dresden–SC Eppingen

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Spielort Solingen [Stadtsparkasse, Kölner Straße 68-72]
SG Solingen–FC Bayern München, SV Mülheim Nord–SK Schwäbisch Hall, FC Bayern München–SV Mülheim Nord, SK Schwäbisch Hall–SG Solingen Weiterlesen

+++ Nigel mit unwiderstehlichem Endspurt +++ Baden gewinnt Endspiel gegen Bayern und wird Deutscher Ländermeister der Jugend +++ Anish Giri und Baadur Jobava führen bei Matchkämpfen in Hoogeveen+++ Schachprinz Dennis strandet in Haarlem +++

 

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Elisabeth Pähtz u. Nigel Short

ISLE OF MAN. Dass ein starker Endspurt wahre Wunder wirken kann, bewies Nigel Short beim stark besetzen Open auf der Isle of Man. Mit vier Siegen aus den letzten vier Runden schnappte sich der einstige Herausforderer von Garri Kasparow um die Schachkrone auf der Zielgeraden Platz 1. Entscheidend war dabei   der Schlussrundensieg gegen seinen Landsmann Gawain Jones. In der Tabelle hatte Short einen ganzen Punkt Vorsprung vor einem Quintett mit 6,5 Zählern, das die Plätze 2-5 in der Reihenfolge Laurent Fressinet [Frankreich], Sergej Tiwjakow [Niederlande], David Howell [England] und Gil Popilski [Israel] belegte. Von den deutschen Spitzenspielern waren auf der britischen Insel Daniel Fridman und Elisabeth Pähtz dabei.

 

Der Mülheimer Bundesligaspieler hatte dabei nach sieben Runden in dem starken Teilnehmerfeld mit drei Aktiven über 2700 Elo und sechs über 2600 sehr gut mitgehalten – so spielte er gegen Frankreichs Weltklassemann Maxime Vachier-Lagrave [Elo 2757] mit Schwarz remis. Allerdings verlor er im achten Durchgang überraschend gegen den Israeli Popilski und spielte danach gegen den englischen Großmeister Daniel Gormally [2488] auch nur remis. Mit 5,5/9 blieb dann nur Platz 13. Elisabeth, die mit 2,5/3 fulminant gestartet war – u.a. Sieg gegen Gawain Jones und Remis gegen Sergej Tiwjakow – , verlor nach der Niederlage ausgerechnet gegen Daniel Fridman in Runde 4 den Faden. Mit 5,0/9 und Rang 28 unter 72 voll gewerteten Teilnehmern war sie dennoch zweitbeste Frau, womit die Thüringerin immerhin ein Preisgeld von 1000 Pfund einspielte. Die doppelte Summe in dieser Wertung holte sich die Inderin Harika Dronavalli ab, die mit 5,5/9 als 17. registriert wurde. Alle Ergebnisse finden Sie unter dem Link http://www.chess-results.com/tnr147695.aspx?lan=0&art=0&wi=821 .
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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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UWE KERSTEN

Dass sich unser Schach-Ticker-Team ständig Gedanken macht, mit welchen thematischen Angeboten wir Sie überraschen können, versteht sich. Die Besucherzahlen auf der Webseite signalisieren uns, dass wir in den meisten Fällen richtig liegen.

 

Und doch gibt es sicherlich noch Reserven, nicht zuletzt auch mit Ihrer geschätzten tatkräftigen Unterstützung. Eine Lücke werden wir hoffentlich jetzt in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [ www.jugendschach.com ] schließen. Bisher fehlte nämlich ein regelmäßiges Trainingsangebot. Da der weitaus größte Teil aller Schachpartien durch Taktik entschieden wird, haben wir am 3. Mai die Serie „Online-Kombiecke mit Uwe Kersten“(Foto) gestartet, die künftig immer zum Wochenende veröffentlicht wird

[ http://www.chess-international.de/Archive/25024#more-25024 ]. Dort finden Sie auch unsere Trainingshinweise, die unbedingt von Ihnen berücksichtigt werden sollten!

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