Spanische Mannschaftsmeisterschaft 2016 – LIVE

liveVom 26.9. bis zum 2.10. wird die spanische Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. 8 Mannschaften kämpfen um den Sieg. Die Siegermannschaft ist Spanischer Mannschaftsmeister, während die letzten beiden Mannschaften absteigen. Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 90 Minuten zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Spielort ist das Hotel Mas Monzón in Monzón.
Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.

Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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KombiEcke 127

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Richard Teichmann (1868-1925)

Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 127. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 127. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto Wer wagt, gewinnt, oder?.

 

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Zweikampf über 8 Runden – Live heute ab 16 Uhr

 

Jon Ludvig Hammer (Copyright David Llada)

Jon Ludvig Hammer (Copyright David Llada)

Jon Ludvig Hammer (Elo 2651), nach Weltmeister Magnus Carlsen die Nummer 2 in Norwegen, spielt vom 29.9. bis 4.10. gegen die tchechische Nummer 1, GM David Navara, ein Match über 8 Runden.Die Runden 1-2 und5-6 werden in klassischer Bedenkzeit gespielt. 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich 30 Sekunden ab dem ersten Zug.

 

Die Runden 3-4 und 7-8 werden im Schnellschachmodus ausgetragen. Die Bedenkzeit beträgt 20 Minutenlive zuzüglich 10 Sekunden pro Zug.

 

2005 wurde Jon Ludvig Hammer FIDE-Meister, 2007 Internationaler Meister. Die dafür erforderlichen Normen erreichte er bei der Offenen Bayerischen Meisterschaft im Herbst 2005 in Bad Wiessee sowie (jeweils mit Übererfüllung) im Sommer 2006 beim Schachfestival in Biel/Bienne und im März 2007 beim 23. Open in Cappelle-la-Grande. Die Titelverleihung erfolgte im Juni 2007 zunächst unter dem Vorbehalt, dass Hammer eine Elo-Zahl von mindestens 2400 erreicht, dies gelang ihm bereits in der nächsten Elo-Liste vom Juli 2007. Seit 2009 trägt er als zehnter Norweger den Titel Schachgroßmeister. Die dafür erforderlichen Normen erzielte Hammer im März 2007 beim 23. Open in Cappelle-la-Grande, im September 2008 beim 3. Xtra Con-Turnier in Skovbo sowie beim über den Jahreswechsel 2008/2009 ausgetragenen Anniversary-Turnier in Gjøvik.

 

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Und Mini-Nachruf für Mark Dvoretsky

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Berichte zu Superturnieren schreibe ich generell vor den Ruhetagen (und natürlich auch einen Abschlussbericht). Beim Tal Memorial ist bereits nach zwei Tagen der erste Ruhetag – bzw. nach zwei Nachmittagen und zuvor dem abendlichen Blitzturnier. Damit ist das Material noch relativ übersichtlich, zumal ich nicht auf alle Partien mit klassischer Bedenkzeit näher eingehen „muss“. Derzeit steht es so: Anand, Giri und Nepomniachtchi 1.5/2, Aronian, Kramnik, Li Chao und Svidler 1, Gelfand, Mamedyarov, Tomashevsky 0.5.

 

Wer bekommt das Titelbild? Alle drei momentan Führenden sind vielleicht überraschend: Anand, da das Blitzturnier zuvor schlecht für ihn lief, Giri da er doch „immer“ remis spielt (oder?), Nepomniachtchi da er keiner der Favoriten war. Ich entschied mich dann für Nepomniachtchi – nicht nur wegen diesem (bisherigen) Turnier, auch wegen seiner Entwicklung in den letzten fünf Monaten: von Elo 2703 im Mai 2016 zu (Olympiade mit eingerechnet) Elo 2749 am 1. Oktober. Alle Fotos vom russischen Schachverband.

 

Da der Bericht nun chronologisch ist, dauert es noch etwas bis der Untertitel dran ist.

TurnierseiteLive-Partien

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Jugendweltmeisterschaft in Chanty-Mansijsk – Ein Beitrag von Bernd Vökler

 

Josefine Heinemann, in Runde 5 wieder alles ausgebügelt

Josefine Heinemann, in Runde 5 wieder alles ausgebügelt

 

„Mit 4 aus 5 in den Ruhetag zu gehen, halte ich für eine gute Idee“ unbekannter Fußballguru Jonathan. Dieser These folgte einzig Josefine Heinemann, die ihre Viertrundeniederlage problemlos in Runde 5 ausbügelte.

 

 

„Das Schachbrett ist rund und ein Spiel dauert 90 Züge!“ Frei nach Sepp Herberger agierte Dmitrij Kollars in der fünften Runde. Im Damenendspiel war plötzlich der wertvolle g2-Bauer weg und die Partie musste noch einmal gewonnen werden.

 

„Kontrollierte Offensive“ nach Otto Rehhagel praktiziert Roven Vogel. 2 Siege bei 3 Remis lassen noch Luft nach oben. „Wenn der Gegner keinen Fehler macht, kann ich nicht gewinnen.“

 

TurnierseiteZeitplanResultate

 

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Ausschreibung des Wettbewerbes „Schachlehrer/Schachlehrerin des Jahres 2016“deutsche_schachjugend_logo

 

Ziel
Die Auszeichnung „Schachlehrer/Schachlehrerin des Jahres 2016“ wird von der Deutschen Schachjugend verliehen, um eine größere Wertschätzung der Schachlehrer in der Öffentlichkeit zu erreichen, die Leistungen der Schachlehrer zu honorieren sowie den Schachlehrernachwuchs zu motivieren. Die Auszeichnung wird in den beiden Kategorien „Lehrer“ und „AG-Leiter“ vergeben.

 

Bewerberkreis
Lehrer beziehungsweise Lehrerinnen, die noch aktiv im Schuldienst sind oder AG-Leiterinnen beziehungsweise AG-Leiter, die an einer oder mehreren Schulen über mehr als drei Jahre hinweg Schülern Schach beibringen und sie trainieren, sowie sich um das Schulschach in ihrer Region verdient gemacht haben.

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Die Schweizerische Schachzeitung (SSZ) ist das offizielle Organ des Schweizerischen Schachbundes. Lesenswert auch für Schachspieler außerhalb der Schweiz.

 

Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1900, womit die SSZ die älteste noch publizierte Schachzeitschrift auf diesem Planeten ist. Die SSZ erschien von 2000 bis 2009 elfmal, seither achtmal im Jahr mit einer Aschweizerischeschachzeitungausgabe6-2016uflage von etwas mehr als 6000 Exemplaren und umfasst etwa 40–50 Druckseiten. Sie enthält unter anderem Rubriken zum Fernschach und zur Schachkomposition. Da die SSZ eine Schweizer Zeitschrift ist, enthält sie Artikel sowohl in deutscher als auch in französischer und italienischer Sprache. Chefredakteur ist Dr. Markus Angst, einer der Schachschiedsrichter im Weltmeisterschaftskampf 2004 zwischen Wladimir Kramnik und Péter Lékó.

 

Im laufenden Jahr erscheinen acht Ausgaben. Ab 2017 jedoch nur noch sechs, da der Kommunikations-Veränderung Rechnung getragen werden muss und die Verbands-Homepage www.swisschess.ch stärken, was natürlich in Zeiten knapper Budgets gewisse Konsequenzen hat.

 

Die «SSZ» geht an sämtliche Mitglieder des Schweizerischen Schachbundes (aktuell knapp über 6000) als integraler Bestandteil des jährlichen Mitgliederbeitrags.

 

Etwa sechs Wochen nach dem Postversand geht die «SSZ» als Download auf die SSB-Homepage (früher deshalb nicht, um die die Auflage der gesdruckten Version nicht zu schwächen).

 

Einzel-Abos kosten jährlich 50 Franken (etwa gleich mit Euro) in der Schweiz und 70 Franken im Ausland. Die «SSZ» konzentriert sich vorwiegend auf das Schachgeschehen in der Schweiz.

 

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Werner Nautsch, eine Ausnahmeerscheinung im Essener und im deutschen Schach, feiert seinen 80. Geburtstag.

 

FIDE-Meister Werner Nautsch, Grandseigneur des Essener Schachsports, vollendet heute nicht nur sein achtzigstes Lebensjahr, er kann zugleich auf eine beispiellose 70jährige aktive Schachkarriere zurückblicken: Bereits 1946 wurde der

Werner Nautsch

Werner Nautsch

10jährige, der das Schachspiel bei seinem Vater Hugo erlernt hatte, Mitglied von Altenessen 24, zählte danach über Jahrzehnte zur deutschen Spitzenklasse und war noch in diesem Jahr maßgeblich am Aufstieg von SFK 3 in die Regionalliga beteiligt. Sein sportlich bedeutendster Erfolg war der Titel des deutschen Vizemeisters im Blitzschach, den er 1974 errang. Das Blitzschach ist bis heute seine Paradedisziplin geblieben, so war er zuletzt noch am Katernberger Gewinn der Ruhrgebietsmeisterschaft vor zwei Jahren beteiligt.

 

Dank seiner guten Kontakte in die örtliche Wirtschaft holte der Geschäftsführer eines großen Essener Wohnungsunternehmens zahllose hochkarätige Schachveranstaltungen nach Essen: Ob der Auftritt des damaligen Vizeweltmeisters Timman im Jahr 1994, die Veranstaltung der Deutschen Seniorenmeisterschaft 2005 oder das langjährige Engagement der Sportfreunde Katernberg in der Schachbundesliga – all dies wäre ohne seinen Einsatz nicht möglich gewesen. Für seine Verdienste um den Essener Sport wurde ihm vom Essener Sportbund deshalb bereits 2006 die silberne Ehrennadel verliehen.

 

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„Russland gegen den Rest der Welt“

Blitz 25.9. ab 18 Uhr

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Normalerweise bin ich mit Ausrufezeichen im Titel (und anderswo im Artikel) eher zurückhaltend, Grund diesmal: lange war unklar ob es ein russisches Superturnier unter diesem oder auch einem anderen Namen geben würde, nun – relativ kurzfristig angekündigt wobei es zuvor bereits Gerüchte gab – doch. Wikipedia (auf Englisch) hatte Tal Memorial bereits ‚beerdigt‘: „Tal Memorial war ein jährlich von 2006-2014 in Moskau ausgetragenes Schachturnier.“ Ich weiss nicht mehr, wann – 2014 oder 2015 – ich einen russischen Schachjournalisten in Wijk aan Zee gefragt hatte, ob Tal Memorial „safe“ (gesichert) sei, die Antwort war jedenfalls vielsagend „I hope so“ (hoffentlich). 2014 wurde es dann als Blitzturnier ausgetragen, mit klassischer Bedenkzeit und anderem Sponsor wurde dann mit Petrosian ein anderer Ex-Weltmeister geehrt. 2015 entfiel es – ein paar Bemerkungen zu 2006-2013(2014) später im Artikel.

 

Dabei sind diesmal (nach Live-Elo sortiert) Kramnik, Aronian, Anand, Mamedyarov, Giri, Nepomniachtchi, Svidler, Gelfand, Li Chao und Tomashevsky. Nach noch-offizieller Elo (Stand vor der Olympiade) etwas anders, Nepo und Li Chao tauschten die Plätze. Das Feld ist nicht ganz so „super“ wie bei einigen früheren Auflagen – das hat seine Gründe, das hat auch seine Vorteile.

 

Beim Titelbild zweifelte ich und gab es dann Gelfand, den ich als Titelverteidiger betrachte – er gewann 2013 mit klassischer Bedenkzeit, das Foto ist gut zwei Jahre alt und stammt von der damaligen Turnierseite. 2014 gewann im Blitzturnier Mamedyarov, und beim Petrosian Memorial Grischuk (diesmal nicht dabei). Möglich war auch Tal selbst (aber er bekommt womöglich am 9.11.2016 zu seinem 80. Geburtstag ein eigenes Kalenderblatt) oder – dafür entschied sich die kommerzielle Konkurrenz – der Austragungsort, das neu eröffnete Museum der russischen Impressionisten.

 

Das Feld ist in vielerlei Hinsicht bunt gemischt, einiges spielte bei der Auswahl der Teilnehmer vielleicht eine Rolle:

TurnierseiteLive-Partien ab dem 26.9.

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Carlsen gewinnt 11:0

 

Magnus Carlsen spielte gestern im Liberty Science Center in Jersey City ein Uhrensimultan gegen elf Gegner. Die Bedenkzeit betrug 30 Minuten. Carlsen selber hatte allerdings 30 Minuten für alle Partien. Alle 11 Teilnehmer waren Nutzer seiner APP (Play Magnus App). Sie hatten per Losentscheid die Reise und die Berechtigung gegen Carlsen zu spielen gewonnen. Wie zu erwarten gewann Carlsen alle Partien. Nach Beendigung der Partien analysierte Carlsen mit allen Teilnehmern des Simultan die gespielten Partien. Das Spektakel wurde über das Internet übetragen und auch auf Facebook.
Studiogäste waren u.a. Fabiano Caruana, Jon Ludvig Hammer und Paul Hoffman. Für all diejenigen, die die Live-Übertragung nicht gesehen haben, hier die Aufzeichnung.

 

 

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buesum_2016_posterNach 79, 104 und 137 Teilnehmern in den Jahren 2013-15 hat die Meldeliste für die 10. Offene Schleswig-Holsteinische Senioren-Einzelmeisterschaft 2016 in Büsum kurz vor Turnierstart den neuen Rekordstand von 172 Eintragungen erreicht.

 

Und es wachsen nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern auch die Zuwächse! Diese Entwicklung liegt nicht nur an dem im wahrsten Sinne des Wortes hervorragenden auf der Deichkrone gelegenen Spiellokal „Büsumer Pesel“ mit Blick aufs Wattenmeer und dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Büsumer Ortskern, sondern auch an der vorbildlichen Organisation.  Diese liegt wieder in den bewährten Händen von Gerhard Meiwald, der das Büsumer Seniorenturnier ins Leben gerufen hat, als Turnierleiter, Schiedsrichter und DSB-Seniorenreferent in einer Person.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Richard Teichmann (1868-1925)

is_chess_art_chess_com_negativ

KombiEcke 126

Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 126. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 126. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto Angriff und Verteidigung.

 

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„Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.“ – Susan Sontag – Ein Beitrag von Bernd Vökler

 

Ab 12 Uhr (1. Runde: 22.9.)

(v.l.) K. Urban, R. Vogel, L. Schulze, J. Roseneck, F. Sieber, J. Heinemann, A. Rieß, D. Kollars

(v.l.) K. Urban, R. Vogel, L. Schulze, J. Roseneck, F. Sieber, J. Heinemann, A. Rieß, D. Kollars

Seit heute können zumindest einige deutsche Schachspieler zwei weiße Flecken als getilgt betrachten. Nach dem problemlosen Flug nach Moskau Domodedovo unternahmen wir eine geführte Tour durch Moskau. Natascha erwies sich als sehr kompetente und perfekt deutsch sprechende Reiseführerin. Auf dem langen Weg in die Innenstadt fasste sie die über tausendjährige Geschichte Mütterchen Russlands zusammen. Schlagworte waren Kiewer Rus, Mongolen, Zaren, Bojaren, Moskau, St. Petersburg, Vaterländische Kriege, Lenin, Stalin, Putin usw.

 

Moskau ist eine permanent wachsende Megacity mit über 13 Millionen Einwohnern. Von Putins Wahlsieg am Sonntag und der überwiegend positiven Sicht der „einfachen Leute“ auf den Präsidenten sprach sie im Brustton ehrlicher Überzeugung. Er bringt Russland (wieder) nach vorn, glauben 75 % aller Russen!

 

Das Herz Moskaus, der Kreml war uns eine Besichtigung wert. Vladimir Putin haben wir leider nicht gesehen!

 

TurnierseiteZeitplanResultate

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Shakhriyar Mamedyarov (by David Llada)

Shakhriyar Mamedyarov (by David Llada)

23. bis 26.9.2016 – Runden 12 bis 15 der chinesischen Mannschaftsmeisterschaft

 

Die Chinesen spielen von April bis Dezember 2016 ihre Mannschaftsmeisterschaft aus. Die „Offizielle Seite “ ist eine komplette Zumutung. Offensichtlich gehen die Chinesen davon aus, dass die ganze Welt chinesische Schrift lesen kann. Es ist etwas mühsam die einzelnen Menüpunkte zu übersetzen. Gottseidank gibt es Google als Dolmetscher.

 

live

Insgesamt werden 22 Runden an 6 langen Wochenenden gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für alle Züge zzgl. 30 Sekunden pro Zug. Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern, wobei an zwei Brettern Frauen eingesetzt werden müssen.

 

Neben ausländischen Stars, wie beispielsweise Mamedyarov, Harikrishna, Inarkiev, Malakhov, Dzagnidze und Khotenashvili, nehmen fast alle chinesischen Spitzenspieler teil (z. B.: Ding Liren,  Wang Yue, Yu Yangyi,  Wang Hao, Bu Xiangzhi, Wei Yi ). Die Partien werden im Internet übertragen.

 

TurnierseiteErgebnisseRückblick 2015

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Vom 23. bis 25.9. finden die Runden 4, 5 und 6 statt.

 

David Nayara ( by Paul Truong)

David Nayara ( by Paul Truong)

Die polnische Extraliga, zu vergleichen mit der deutschen Bundesliga, geht in die Runden 4, 5 und 6. Insgesamt spielen 10 Mannschaften, in 9 Runden, um den Titel des polnischen Mannschaftsmeisters. Jedes Team besteht aus 15 Spielern, aber nur 6 Spieler dürfen sich an die Bretter setzen, wobei das 6. Brett von einer Frau besetzt weden muss. Die ersten 3 Runden wurden bereits im Juni gespielt.

 

Die Zeitkontrolle beträgt 90 Minuten, zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Ab dem ersten Zug livegibt es einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden. Ein Remisangebot vor dem 30. Zug ist nicht erlaubt.

 

Im Gegensatz zur deutschen Bundesliga, wo viele ausländische Legionäre ihre Brötchen verdienen, bestehen die Mannschaften der polnischen Eliteliga fast ausschließlich aus polnischen Spielern.

 

Favorit auf den Titel ist die Mannschaft von Wasko HETMAN Katowice, die zwei Super-Großmeister in ihren Reihen hat. Diese sind: Brett 1: WOJTASZEK, Radosław (2729) und NAVARA, David (2744) an Brett 2.

 

Turnierseite

Ein Vorbericht von Bernd Vökler

 

Fiona Sieber und Lara Schulze (by Bernd Vökler)

Fiona Sieber und Lara Schulze (by Bernd Vökler)

Ab 12 Uhr (1. Runde: 22.9.)

Vor Jahren (vermutlich kurz nach der JWM 2013 in Al Ain mit 4.500 Teilnehmern, Eltern und Begleitern) beschloss die FIDE die Kinder- und Jugend-Weltmeisterschaften zu teilen. Einen Grund sehe ich in der Halbierung der Teilnehmerzahlen. Es lassen sich leichter Ausrichter finden, die Meisterschaften werden womöglich konzentrierter ausgerichtet. Der zweite Grund ist die Verdopplung der Meisterschaften. Es können mehr Bewerber bedient werden. Aufmerksame Leser verschiedener Seiten und Blogs ahnen worum es geht, es geht ums Geld! Ausrichter dieser Meisterschaften verdienen an den Selbstzahlern und Begleitpersonen [siehe Budva JEM 2013].

 

Von diesem Verdacht möchte ich die russischen Schachfreunde im fernen Sibirien ausdrücklich ausnehmen. Es geht nur um Schach! Deutschland ist prominent vertreten in Chanty-Mansijsk. Titelverteidiger Roven Vogel spielt in der Königsklasse U18, Europameisterin Fiona Sieber U16w strebt auch bei den Welttitelkämpfen nach einer Medaille. Josefine Heinemann U18w, Dmitrij Kollars U18, Lara Schulze U14w sind erfahren genug für Top-Ten-Plätze.

 

TurnierseiteZeitplanResultate

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Zu Platz 1-4, 10 und 31

 

Auch diese Nachlese bin ich den Lesern (und, falls mindestens eine aus Deutschland oder anderswo hier mitliest, den Spielerinnen?) noch schuldig. Ich beginne wieder mit dem Siegerfoto (alle Fotos Maria Emelianova, Turnierseite): links Polen (Silber), Mitte China (Gold), rechts Ukraine (Bronze) – die Spielerinnen würde ich hier nicht unbedingt erkennen, die Nationalfahnen schon. Bei der Nachlese zum offenen Turnier schrieb ich, dass die drei Medaillenteams untereinander fast gleichwertig waren („Details“ entschieden) und klar besser als der gesamte Rest. Bei den Damen ist es etwas anders: China dominierte am Ende total, Russland hatte im Turnierverlauf etwas „Pech“ (allerdings auch Glück) und könnte bei einer hypothetischen Neuauflage der Olympiade wieder in den Kampf um die Medaillen eingreifen. So wurde es Blech – Platz 4 punktgleich mit Indien, USA, Vietnam, Aserbaidschan1 und Israel, alle hatten jedoch die deutlich schlechtere Wertung.

 

Nach Bemerkungen zu einigen Teams kommt noch eine kleine Foto- bzw. Screenshot-Serie zu dem, was die Olympiade auch war bzw. ist, oft etwas unterbelichtet: Treffen der gesamten Schachfamilie.

 

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IM Nikolas Lubbe (2485) schlägt Großmeister l‘ Ami (2611)

 

Erwin-L-Ami (by David Llada)

Erwin l’Ami (by David Llada)

Was für Deutschland die Schach-Bundesliga, ist für die Niederlande die Meesterklasse. Während in Deutschland die erste Runde der Bundesliga im Oktober gespielt wird, fand die erste Runde der Meesterklasse am heutigen Samstag statt. 10 Mannschaften spielen um die Meisterschaft, darunter zahlreiche deutsche Spieler. In jeder Mannschaft spielen 10 Spieler.

partien

Gleich in der 1. Runde gab es eine faustdicke Überraschung. Der J.S.V. Sissa aus Groningen schlägt den Titelverteidiger En Passant Bunschoten-Spakenburg
mit 6:4, obwohl Sissa im Schnitt ca. 100 Elopunkte weniger aufweist. IM Nikolas Lubbe (2485) schlug dabei das Schach-Schwergewicht GM l‘ Ami (2611) und trug entscheidend zu dem Sieg bei.

 

Tabellenführer ist allerdings Groninger Combinatie, die mit 8:2 gegen Charlois Europoort gewinnen konnten.

 

Niederländischer Schachbund

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Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Teams

 

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Das sollte diesmal ein Bericht fast ohne Fotos werden, aber einige von der Abschlussfeier will ich dem Publikum doch nicht vorenthalten – wie immer von der Turnierseite, diesmal habe ich nur Fotos von Maria Emelianova ausgewählt. Bewusst zeige ich zu Beginn das komplette Podium des Herrenturniers – links Ukraine (Silber), Mitte USA (Gold) und rechts Russland (Bronze). Aus meiner Sicht waren alle drei insgesamt klar besser als der Rest. Wenn das Turnier noch einmal von vorne beginnen würde (bei gleicher Form der Spieler), würden sie vermutlich die Medaillen wieder unter sich verteilen – aber eventuell die Plätze auf dem Podium und damit die Farbe der Medaillen tauschen. So sehe ich das – die USA war nicht so dominant wie manchmal behauptet wird, „Details“ entschieden über Gold, Silber und Bronze. Das deutsche Ergebnis werde ich auch noch beleuchten, ein paar Zeilen zum Damenturnier dann in einem separaten Artikel.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Richard Teichmann (1868-1925)

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Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 125. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 125. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto Matt in 5 Zügen.

 

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Hockenheimer Neuzugang Großmeister Baadur Jobava bester Spieler der Schacholympiade 2016 in Baku – Lokalmatador Rainer Buhmann mit solider Leistung – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Jobava - Caruana (by Paul Truong)

Jobava – Caruana (by Paul Truong)

Für eine Sensation bei der Schacholympiade in Baku sorgte der Hockenheimer Neuzugang im Rennstadtteam, Großmeister Baadur Jobava, mit seiner überragenden Leistung mit 8 Punkten partienaus 10 Kämpfen an Brett 1 im georgischen Team. Bei versammelter Weltelite blieb er unbesiegt, gewann 6 Partien gegen stärkste Konkurrenz am Spitzenbrett und spielte vier Mal unentschieden. Kurz vor dem Saisonstart der Spielsaison 2016/2017 Mitte Oktober ist der Hockenheimer Neuzugang in blendender Form und bestätigt das „glückliche Händchen“ des Hockenheimer Managements mit seiner Verpflichtung.

 

Nachdem sich kurz vor Meldeschluss Serienmeister OSG Baden-Baden mit dem Zweiten der Weltrangliste, Maxime Vachier-Lagrave, sowie mit dem Vierten, Fabiano Caruana, verstärkt hat, scheint ein erfolgreicher Angriff auf den Titel Deutscher Meister für die übrigen Meisterschaftsanwärter fast unmöglich. Baden-Baden ist dem Prognosen der Schachexperten zufolge die klare Nummer Eins gefolgt von Schwäbisch Hall, Solingen und Hockenheim, wobei der ELO-Durchschnitt der Verfolger gering ist, sodass die Erfolge dieser Teams von der Häufigkeit der Einsätze ihrer Spitzenspieler geprägt sein wird.

Webseite Hockenheim

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Diesmal teils Schwarz-Weiss

 

Eigentlich ist nsaodat-odmaeva-tadjikistan-lladaur ein Foto Schwarz-Weiss, aber diese Schachfarben dominieren auch auf einigen anderen Fotos. Zufall oder nicht – kein Zufall dass ich relativ viele ausgewäcamera-8hlt habe. Ansonsten gilt wieder: bekannte und unbekannte Teilnehmer(innen) der Olympiade – die meisten spielten Schach, zwei waren in anderer Rolle vor Ort in Baku. Alle Fotos wieder von der Turnierseite – Saodat Odinaeva aus Tadschikistan bekommt das Titelfoto (von David Llada) – nicht weil sie für ihre Verhältnisse ordentlich spielte (5,5/11, TPR 1931 bei Elo 1881), sondern wegen der zu Haarfarbe und Schachbrett passenden Kleidung. Bunt wird es allerdings mitunter auch:

 

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Amerikas goldenes, Deutschlands glanzloses Trio – Die Schacholympiade ist entschieden – Von Stefan Löffler

 

Gold: Vereinigte Staaten, Silber: Ukraine, Bronze: Russland. Eine starke Teamleistung zeigten bei der Schacho

Fabiano Caruana (by Eteri Kublashvili)

Fabiano Caruana (by Eteri Kublashvili)

lympiade in Baku eigentlich alle drei. Ein einziger schwacher Tag machte am Ende den Unterschied. Die Russen hatten ihn beim 1,5:2,5 gegen die Ukraine, als Jewgeni Tomaschewski in besserer Stellung gegen Ruslan Ponomarjow einen wichtigen Bauern einstellte.

 

http://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/04-Tomashevsky_Evgeny-Ponomariov_Ruslan

 

Die Ukrainer erwischte es beim 1,5:2,5 gegen die Vereinigten Staaten, weil niemand Fabiano Caruanas fein herausgespielten Sieg gegen Pawel Eljanow ausgleichen konnte.

 

http://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/06-Caruana_Fabiano-Eljanov_Pavel

 

Nur die Vereinigten Staaten blieben ganz ohne schwarzen Tag. So hat schachblogder russische Teamkapitän Andrei Filatow recht behalten, als er das US-Team, weil es als einziges drei absolute Weltklassespieler aufbieten konnte, vor Beginn des wichtigsten Mannschaftswettbewerbs zum Favoriten erklärt hatte. Amerikas Trio spielte groß auf: Caruana glänzte am ersten Brett, Wesley So am dritten. Hikaru Nakamura agierte an Brett Zwei erratischer, war wiederholt in Schwierigkeiten und verlor am vorletzten Tag, doch seine Teamkollegen machten es wett, und auch Nakamuras Gesamtresultat kann sich sehen lassen. Bester Ukrainer war Andrei Wolokitin, der achtmal gewann und nur ein Remis abgab. Vielleicht war es ein Fehler, ihn ausgerechnet gegen die Vereinigten Staaten pausieren zu lassen. Bei den Russen gewann Wladimir Kramnik Einzel-Gold für das beste Resultat am zweiten Brett und Ian Nepomnjaschtschi Einzel-Gold am vierten Brett … Weiterlesen auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Gold für China nach Showdown mit Russland

 

Das Dametan-zhongyi-lladanturnier verlief etwas anders als die „offene Kategorie“: Bei den Herren (es sind nun einmal fast ausschliesslich Herren) gab es die meisten Matches zwischen Favoriten bereits relativ früh im Turnier; speziell in der Schlussrunde spielten alle Medaillenkandidaten (und das waren realistischerweise drei, nur die Farbe der Medaillen war noch etwas unklar) gegen Aussenseiter. Bei den Damen gab es das Topmatch China-Russland erst in der letzten Runde, und acht Teams hatten noch gewisse Hoffnungen auf eine der drei Medaillen.

 

Den Endstand hatte ich bereits im anderen Bericht, aber wiederhole ihn hier: China 20, Polen 17(427.5), Ukraine 17(404.5), Russland, Indien, USA, Vietnam, Aserbaidschan 1, Israel 16, Georgien usw. (noch acht Teams) 15, … 30.-43. Aserbaidschan3, Deutschland, Aserbaidschan2 usw. 13. . Anders als bei den Herren ist dieser Endstand vorne recht sauber nach Eloschnitt sortiert: auf den ersten sechs Plätzen die Nummern 1, 7, 2, 3, 5 und 6 der Setzliste. Nur Polen also besser als nach Papierform, Georgien (an vier gesetzt Zehnter) etwas enttäuschend, gilt eventuell auch für Ungarn (aus 8 wurde 16) und Bulgarien (aus 9 wurde 15). Nur Deutschland machte da gar nicht mit – sie waren auf dem Papier Nummer 10 und belegten Platz 31.

 

Fotoquelle wie immer die Turnierseite, Fotograf(inn)en werden jeweils genannt. Das Titelfoto von David Llada zeigt Tan Zhongyi, die für China am fleissigsten punktete: 9/11 an Brett 4 bzw. siebenmal Brett 3 – da Hou Yifan die ersten beiden Runden nicht mitspielte und das schwächelnde Brett 3 Zhao Xue später fünfmal pausierte. Nun zu den Schlussrunden aus internationaler und auch deutscher Sicht:

Offizielle SeiteResultatePartien

 

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USA tiebreak-knapp vor Ukraine, klar vor Russland, klar vor anderen (Deutschland hat auch mitgespielt)

 

Die Olympiade ist vorbei, nun muss ich das alles aufbereiten – zu viel für einen Artikel, also gibt es (so-emelianovaeventuell auch später diese Woche) eine Serie. Zunächst der Endstand bei den Herren: USA 20(413.5), Ukraine 20(404.5), Russland 18, Indien, Norwegen, Türkei, Polen, Frankreich, England, Peru 16, Kanada, Aserbaidschan1, China, Weissrussland, Ungarn, Iran, Lettland usw. (noch sechs Teams) 15, … 35.-57. Moldawien, Niederlande, Deutschland usw. 13. Da nannte ich teilweise Teams, da sie mich (und vielleicht das Publikum) besonders interessierten, oder auch da sie über bzw. unter ihren nominellen Möglichkeiten spielten – wobei manchmal Paarungsglück oder „Schweizer Gambit“ eine Rolle spielte. Was steht eigentlich bei USA und Ukraine in Klammern? Das ist der „Olympiad Sonneborn-Berger tiebreak“ – ziemlich kompliziert, nur soviel: USA und Ukraine beobachteten in der Schlussrunde vielleicht auch Deutschland-Estland an Tisch 28 – aus ukrainischer Sicht gewann da die falsche Mannschaft.

 

Die Damen bekommen diesmal einen separaten Bericht, aber aktuell bereits der Endstand: China 20, Polen 17(427.5), Ukraine 17(404.5), Russland, Indien, USA, Vietnam, Aserbaidschan 1, Israel 16, Georgien usw. (noch acht Teams) 15, … 30.-43. Aserbaidschan3, Deutschland, Aserbaidschan2 usw. 13. . Für die deutschen Teams war 13 jeweils keine Glückszahl.

 

Fotoquelle wie immer die Turnierseite, wiederum diverse Fotograf(inn)en. Das Titelbild (von Maria Emelianova) bekommt Wesley So, da er mit 8,5/10 (TPR 2892) am amerikanischen Erfolg massgeblich beteiligt war – und (aber das kommt wohl erst in einer Nachlese) eventuell indirekt am Erfolg eines ehemaligen Landsmanns. Und nun Runde für Runde, wiederum drei:

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Ein köstlich geschriebener Beitrag von Julia Marie Mätzkow

 

Immer wieder Schach

Immer wieder Schach

So meine lieben Freunde. Wer hätte es gedacht? Von mir gibt es mal wieder ein kleines Tagebuch über die nebensächlichsten Dinge, die bei einem Schachturnier so passieren. Diesmal schreibe ich es gleich an Ort und Stelle, und versuche mich aus zeitlichen Gründen kurz zufassen. Des Weiteren habe ich mir vorgenommen alle Aktivitäten mit Bildmaterial zu unterlegen, mal schauen, wie ich dem gerecht werde. Am 21.08.2016 bin ich in das Schachcamp nach Groß Schönebeck gefahren und habe dort bis zum 28.08.2016 verharrt.

 

Sonntag, 21. August 2016. Der Anreisetag. Was soll da schon groß geschehen? Man lernt die anderen Betreuer kennen. Ein großes Dankeschön an Nora, die echt gut mit Kinder umgehen kann und ohne die ich das alles wahrscheinlich gar nicht geschafft hätte. Die Kinder kommen, beziehen ihre Zimmer, essen Abendbrot und bemalen ihre T-Shirts. Also alles ganz normal! Aber denkste! Gleich am ersten Tag haben wir zwei mittelschwere Katastrophen: 1. Julia, ein recht aufgewecktes Mädchen, ärgerte einige Junges, die dies auch nicht auf sich sitzen lassen können. Und schon geht das Theater los. 2. Der große Kampf um die Badmintonschläger ist ausgebrochen und zwei Jungs werden handgreiflich und einer hat anschließend einen Bock. Aber was erwartet man auch von den 22 Kindern, die sich zu großen Teilen noch nicht kennen und in verschiedensten Altern sind.

 

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Nach Schlüsselduellen in Runde 6-8

jobava-kublashvili
Sowohl im „offenen Turnier“ als auch bei den Damen müssen die USA die Führung mit anderen teilen – einmal haben sie dabei die beste Wertung, einmal nicht. Wer sonst derzeit zufrieden sein kann und wer nicht, zeigen die aktuellen Zwischenstände – mitunter bedingt aussagekräftig, da Teams genauso viele Mannschaftspunkte gegen teilweise recht unterschiedliche Gegner erzielten.

 

Offenes Turnier: USA, Indien, Ukraine 14, Russland, Aserbaidschan1, Norwegen 13, England, Lettland, Niederlande, Ungarn, Iran, Tschechische Republik, Georgien, Griechenland, Slowenien, Chile, Italien 12. Wer sich in den verbleibenden Runden da oben halten kann, wird sich zeigen – Norwegen und Iran hatten bisher noch gar keine sehr starken Gegner. Um Deutschland zu finden, muss man in der Tabelle weiter nach unten scrollen – aktuell Platz 49 mit 8 Mannschaftspunkten, zu den Gründen siehe unten.

 

Damen: China und USA 14, Polen und Israel 13, Ukraine, Russland, Indien, Ungarn, Bulgarien, Aserbaidschan1, Niederlande 12, Georgien, Deutschland usw. (noch 7 Teams) 11. Vor dem Ruhetag führten Russland und Ukraine gemeinsam, nun nicht mehr – auch dazu später mehr. Die deutschen Damen weiterhin da, wo sie nach Setzliste etwa hingehören – Tabellennachbar Georgien muss sich wohl definitiv von Medaillenhoffnungen verabschieden.

 

Für das Titelfoto wollte ich diesmal einen Spieler. Nepomniachtchi hatte sich nachdrücklich beworben, hat aber dann beim „Vorstellungsgespräch“ (Auftritt in Runde 8) nicht überzeugt. Im Gegensatz zu Baadur Jobava, der mit „seinem Schach“ ausgesprochen erfolgreich ist – derzeit 6/7 und mit 2976 die zweitbeste Turnierleistung von allen. Vor ihm nur IM Capo Vidal aus Mexiko, der seine 6/6 allerdings gegen deutlich schwächere Gegner erzielte. Ganz knapp hinter Jobava der Ukrainer Andrei Volokitin (6,5/7, TPR 2974), dann wieder ein 100%iger aus tieferen Tabellenregionen (IM Khader aus Jordanien), usw. – Brettpreise werde ich erst nach dem Turnier besprechen, der eine oder andere Spieler (jung und alt, bekannt oder relativ unbekannt) wird später noch fotografiert. Alle Fotos wieder von der Turnierseite, wieder von diversen Fotograf(inn)en: Eteri Kublashvili (u.a. das Titelfoto), Maria Emelianova, Lana Afandiyeva, David Llada, Paul Truong, Rasim Huseynov und (neu) Boris Dolmatovsky.

Offizielle SeiteResultateLIVE-MännerLIVE-FrauenZeitplanNur deutsche Teams live

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 124

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 124. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 124. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto „Vergiftet?“.

 

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Fünf Runden sind gespielt, gestern war ein Ruhetag und es wird Zeit für einen kleinen Zwischenbericht Eures DBSB-Vertreters in der ziemlich internationalen IBCA-Mannschaft – Ein Beitrag von Oliver Müller

 

Die Ergebnisse sind ja alle gut bei ChessResults zu finden, wer aber keine Möglichkeit oder Lust hat, diese aufzurufen, hier der Stand der Dinge:

 

Oliver Müller

Das IBCA-Team hat mit 5 von 10 Mannschaftspunkten ein solides Ergebnis im Rahmen der Möglichkeiten erreicht. In der heutigen 6. Runde spielen wir gegen Thailand, die nominell etwas schwächer sind, und könnten dann punktemäßig etwas davonziehen. Also, liebe Freunde des Blinden- und Sehbehindertenschachs: Bitte im Dauumendrücken nicht nachlassen! partienMit meinem persönlichen Ergebnis von 3 aus 5 kann ich ebenfalls zufrieden sein, vielleicht geht da noch was.

 

Die deutsche Mannschaft spielt heute gegen Russland, also das Traumlos gegen Karjakin, Kramnik & Co. Ja, sowohl die Deutschen als auch die an Nummer 1 gesetzten Russen haben schon mal verloren, und zwar beide gegen die Ukraine, die bisher alles gewann. Ebenfalls mit weißer Weste treffen heute Indien und die Niederlande aufeinander, und wer jetzt meint, die Inder seien nur deshalb so stark, weil Vishy Anand mitspielt, der irrt sich, denn der Exweltmeister ist gar nicht dabei!

 

Und schließlich noch ein Blick auf den aktuellen Weltmeister, der ja nun mal für Norwegen spielen muss. Auch diese Mannschaft hat nur einmal verloren (gegen Australien) und ist noch im Rennen.

 

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Wie geht Schachverein heute – ein Erfahrungsbericht?

 

Das ist eine Frage, die sich immer wieder die Verantwortlichen in den Schachvereinen heutzutage stellen, denn offensichtlich ist es ja so, dass die Zahl der Schachspieler, die im Deutschen Schachbund (DSB) zusammengefasst sind, seit Jahren rückläufig ist. Das hat natürlich auch Konsequenzen für die am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine. Auch ihre Zahl geht chronisch abwärts. Ist das nun ein Abbild des Zeitgeistes, wie von vielen Funktionären unterstellt, oder müssen sich gerade dieseIMG_3634 den Vorwurf gefallen lassen, dass es nur eine Rechtfertigung für eigenes Unvermögen bzw. Scheitern ist. Natürlich sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung heutzutage vielfältiger als zu Zeiten unserer Eltern (Freizeitparks und Straßenfeste seien hier nur einige Stichworte). Auch muss ich nicht unbedingt einem Verein beitreten, um meinem Hobby nachgehen zu können- man denke nur an öffentliche Tennis- und Golfplätze, Muckibuden, sowie das breite Spektrum privater Anbieter von Aktivitäten, vom Trödel bis zum Tango. Schließlich hat aber auch das Internet unser Freizeitverhalten maßgeblich beeinflusst – und das trifft insbesondere auf das Schachspiel zu (warum soll ich in einen Verein gehen, wenn es vom heimischen Computer aus bequemer ist).

 

Wenn wir all diese Fakten berücksichtigen, so bleibt aber doch festzuhalten, dass es auch Schachvereine gibt, welche sich positiv entwickeln. Ein Beispiel dafür ist der Verein in dem ich selbst seit über 5 Jahren Mitglied bin. Es ist noch nicht sehr lange her, vielleicht so um die 15 Jahre, da gehörte dieser Verein zu den Krematoriumskandidaten und es wurden schon Wetten darauf abgeschlossen, wann er das Zeitliche segnet. Die Mitgliederzahl erlaubte es gerade noch, eine Mannschaft zu stellen – mit etwas Glück sogar zwei. Das Vereinsleben tendierte gegen Null – sozusagen ein hoffnungsloser Fall. Dann, um die Jahrtausendwende, kam das eine oder andere Mitglied eher zufällig hinzu. Schachlaien, welche die Szene nicht kannten, aber von ihrer Art her zu dem Verein passten. Empathisch, sozialkompetent und quer denkend. „Das war schon immer so“ zählte nicht und selbst die Altvorderen im Verein waren zum größten Teil sehr schnell bereit, den frischen Wind zu nutzen. Eigentlich änderte sich anfangs nicht sehr viel, sondern man hatte einfach nur ein gutes Gefühl. Bei der ersten Mitgliederversammlung wurde dann der Vorstand umstrukturiert, weil dieses aus beruflichen Gründen notwendig war. Mit Unterstützung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden die Karten neu gemischt und viele Funktionsträger machten engagiert weiter.

 

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Anne Haast und Iozefina Paulet unterhalten das Publikum (ebenfalls)

Jorden Van Foreest

 
Natürlich wurde nicht dieselbe Person (zuletzt) 1902 und (erstmals?) 2016 niederländischer

Männer

Schachmeister: Jorden Van Foreest (Titelfoto – fast alle Fotos von Harry Gielen, teils via die Turnierseite) ist gerade mal 17 – sein Ur-Urgrossvater Arnold (NL-Meister 1889, 1893 und 1902) und dessen Bruder Dirk (NL-Meister 1885, 1886, 1887) haben zwar beide ein gesegnetes Alter von über 90 erreicht, aber seit 1954 bzw. 1956 sind sie tot. Das wird ein etwas ungewöhnlicher Kombibericht: erst „normaler“ Turnierbericht (relativ knapp), dann Reisebericht (zur letzten Runde war ich – spontane Entscheidung – vor Ort in Amsterdam), dann noch ein bisschen Schachgeschichte mit Fotos in, kann man den Fotografen nicht verübeln, „abweichender“ Qualität.

Frauen

 

 

Der Untertitel bezieht sich auf den Tiebreak des Damenturniers – Anne Haast unterstrichen, da sie diesen am Ende 3-2 gewann. Zunächst wie üblich der Endstand in beiden Turnieren:

 

Herren bzw. „offenes Turnier“ (Zhaoqin Peng hat mal mitgespielt): Van Foreest 5.5/7 (TPR 2819!), Van Wely 5, l’Ami und Van den Doel 3.5, Reinderman und Bok 3, Werle 2.5, Ernst 2.

 

Damen: Haast 5/7 + 3/5, Paulet 5/7 + 2/5, Hortensius 4.5/7, Kazarian 3.5, Van Weersel und Padurariu 3, Jap Tjoen San 2.5, Middelveld 1.5. Bei den Herren ziemlich niederländische Namen (abgesehen von Erwin l’Ami der vielleicht Ahnen in Frankreich hat), bei den Damen „gemischt“ – zu den Gründen in zwei Fällen siehe unten.

 

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Interview mit GM Vitaly Kunin in der neuesten Ausgabe von Schachschachtitel_ticker

 

1983 in Moskau geboren, siedelte Vitaly (so möchte er auf Deutsch geschrieben werden) 2001 mit Eltern und Spdfchwester nach Darmstadt über. Später studierte er in Moskau Linguistik, kehrte nach Deutschland zurück, arbeitete auf dem Frankfurter Flughafen für eine Spedition und … beschäftigte sich doch im Grunde die meiste Zeit mit den Brettern, die ihm die Welt bedeuten. In unserem Fragebogen bekennt er sich zum Beruf Schachprofi! 2006 wurde Kunin in Osterburg Deutscher Vizemeister, was er 2015 in Saarbrücken wiederholen konnte. Er kratzt seit geraumer Zeit an der 2600er Elogrenze, ist viel unterwegs und spielte zuletzt mehrere Turniere am Stück. Vom Mitropa Cup in Prag (8/2016) und dem Bieler Schachfestival berichtete er für SCHACH. Kunin ist seit 2010 verheiratet und seit knapp zwei Jahren auch Vater eines Sohnes.

 

1. Wo möchten Sie im Moment gerne sein?

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Viele Stunden intensiver Arbeit und Recherche sind nötig, einen solch informativen und umfangreichen Newsletter zu erstellen. Der Schachverband Württemberg veröffentlicht jeden Monat Informationen über Aktivitäten des vergangenen Monats. Brandaktuell wurde der sensationelle Sieg von Fiona Sieber bei den Jugend-Europameisterschaften heute um 11 Uhr noch eingefügt.  Download PDF (19 MB)

 

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